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Senat und Bürgerschaft ehren Hans Koschnick

Kranzniederlegung am Grab des ehemaligen Bremer Bürgermeisters

21.04.2026

Gemeinsame Pressemitteilung mit der Bremischen Bürgerschaft

Die Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft, Antje Grotheer, und Bürgermeister Andreas Bovenschulte haben heute (21. April 2026) auf dem Riensberger Friedhof gemeinsam einen Kranz am Grab von Hans Koschnick niedergelegt. Der ehemalige Präsident des Senats ist heute vor zehn Jahren verstorben.

Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer und Bürgermeister Andreas Bovenschulte am Grab von Hans Koschnick.
Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer und Bürgermeister Andreas Bovenschulte am Grab von Hans Koschnick. Foto: Senatspressestelle

Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer: "Unser Bundesland verdankt Hans Koschnick viel. Viele Entscheidungen aus seiner Amtszeit prägen Bremen und Bremerhaven bis heute – und beide Städte profitieren noch immer von ihnen. Heute, an seinem zehnten Todestag, erinnern wir uns auch als Bremische Bürgerschaft in besonderer Weise an diesen großen Bremer – und werden ihm auch weiterhin ein ehrendes Andenken bewahren – als bedeutenden Politiker und als Mensch."

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Hans Koschnick war ein Ausnahmepolitiker und dient noch heute als Vorbild. Mit Ruhe, Kraft und echter Bürgernähe führte er Bremen und Bremerhaven durch wirtschaftlich schwierige Zeiten. Er knüpfte internationale Kontakte zu Staaten, die schwer unter den Nazis gelitten hatten. Und die EU entsandte ihn wegen seines diplomatischen Geschicks als Administrator in das zerstörte Mostar. Wir alle können uns an ihm orientieren."

Koschnick war waschechter Bremer, aufgewachsen in Gröpelingen. Am 2. April 1929 wurde er dort geboren. Er engagierte sich in der Gewerkschaftsarbeit und in der SPD, für die er 1955 erstmals in die Bürgerschaft einzog. So wie er dort damals das jüngste Fraktionsmitglied war, so war er es im Laufe seines politischen Werdegangs noch mehrfach auf den jeweiligen Stationen. 1963 wurde er Innensenator, 1965 Bürgermeister und weitere zwei Jahre später Präsident des Senats. Das blieb er bis zu seinem Rücktritt 1985. Von 1987 bis 1994 vertrat er Bremen im Bundestag, von 1994 bis 1996 war er EU-Administrator von Mostar in Bosnien und Herzegowina.

Landespolitisch strahlen eine ganze Reihe von Entscheidungen aus der Amtszeit Koschnicks nach. So etwa die Ansiedlung von Mercedes-Benz in Bremen oder der Ausbau des Containerterminals Bremerhaven oder auch wesentliche Schritte Bremens in der Luft- und Raumfahrt, die die heutige Stellung der Stadt in der Branche einleiteten und ermöglichten. Die Gründung der Universität Bremen wie auch des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhaven fallen ebenfalls in die Ära Koschnick.

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