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Senat stärkt Überseeinsel

Beschluss für Hochwasserschutz, Klima-Campus und Technisches Bildungszentrum Mitte

17.03.2026

Der Senat hat am heutigen Dienstag (17. März 2026) den Weg für den öffentlichen Hochwasserschutz der Überseeinsel in der Überseestadt geebnet. Ziel ist es, die städtebauliche Entwicklung auf der 41,5 Hektar großen Fläche langfristig sicher zu gestalten. Besonders im Fokus stehen der geplante Klima-Campus und das Technische Bildungszentrum Mitte (TBZ).

Der Klima-Campus soll auf der Überseeinsel als modulare Bildungs- und Qualifizierungseinrichtung für klima- und transformationsrelevante Berufe entstehen. Damit wird er zu einem zentralen Baustein für Innovation, Ausbildung und nachhaltige Stadtentwicklung.

Gleichzeitig wird die Verortung des TBZ geprüft. Das Berufsschulzentrum mit rund 2.600 Schülerinnen und Schülern bildet einen Eckpfeiler der beruflichen Bildung in Bremen. Aufgrund der baulichen Situation am bisherigen Standort und der Anbindung an den Klima-Campus werden zwei Standortalternativen untersucht: die Überseeinsel und eine Fläche an der Neptunstraße in der weiteren Überseestadt. Sollten letztlich beide Standorte realisierbar sein, hat der Senat allerdings eine klare Präferenz für die Überseeinsel. Eine vertiefte Machbarkeitsstudie soll zeigen, wie Baumassen, Stellplätze, Hochwasserschutz und Verkehrsanbindung optimal realisiert werden können. Die Ergebnisse werden im Herbst 2026 vorgelegt.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Das, was Industrie und öffentliche Hand hier gemeinsam auf den Weg bringen, setzt Maßstäbe. Es ist gut für die Umwelt, weil Bremen hier Klimaschutz lernt. Es ist gut für Wirtschaft und Handwerk, weil die Beschäftigten hier fit für neue Technologien werden. Und es ist gut für Bremen, weil wir so auf viele Jahre hinaus Betriebe, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen sichern."

Finanzsenator Björn Fecker: "Das TBZ ist ein ganz entscheidendes Modul für den Klima-Campus, der die Aus- und Weiterbildung des Fachkräftenachwuchses in klimarelevanten Berufen sichern soll. Für gute Lernbedingungen wollen wir den TBZ-Neubau zügig vorantreiben. Die Bildungsbaugesellschaft hat dabei eine tragende Rolle. Sie soll nach der Machbarkeitsstudie für die schnelle Umsetzung des Vorhabens sorgen."

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation: "Die Überseeinsel ist ein Schlüsselgebiet für Bildung, Innovation und nachhaltige Stadtentwicklung. Der Klima-Campus und das TBZ sind dabei entscheidend für die Fachkräfte von morgen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Hier entstehen genau die Qualifikationen, die unsere Unternehmen brauchen. Mit dem Hochwasserschutz schaffen wir die Grundlage, dass diese Projekte sicher realisiert werden können, zum Nutzen von Wirtschaft, Ausbildung und Klimaschutz gleichermaßen."

Mark Rackles, Senator für Kinder und Bildung: "Das TBZ ist ein Schlüssel für die Fachkräfteausbildung in technischen Gewerken. Mit der Machbarkeitsstudie schaffen wir jetzt die Grundlage für eine klare und tragfähige Standortentscheidung. Unser Ziel ist eindeutig: moderne Lernbedingungen für Auszubildende und ein engerer Schulterschluss zwischen beruflicher Bildung und der regionalen Wirtschaft."

Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration: "Ich freue mich, dass wir beim Hochwasserschutz der Überseeinsel und bei der Standortfrage des Technischen Bildungszentrums vorankommen. Mit dem Klima-Campus und dem TBZ hat Bremen die Chance, eine echte Vorreiterrolle in der Arbeitsmarktpolitik des 21. Jahrhunderts zu übernehmen. Wir können zeigen, wie ein Stadtstaat mit starker Partnerschaft zwischen Politik, Wirtschaft und Bildung aktiv auf grundlegende Zukunftsfragen reagiert und jungen Menschen eine Perspektive in der eigenen Stadt bietet."

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Der Klima-Campus ist ein wichtiges Signal und eine Chance für Bremen, Fachkräfte direkt vor Ort für die Herausforderungen der Zukunft auszubilden. Die Klimaziele erreichen wir nur, wenn wir Menschen im Handwerk und in technischen Berufen gezielt stärken und qualifizieren – denn Klimaschutz ist nicht nur eine Frage von Innovation, sondern vor allem von Menschen, die ihn praktisch umsetzen."

Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung zwischen den beteiligten Ressorts.

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