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Der Senator für Finanzen

Sanierungsschub für Turnhallen, Schulen und Co.

Senat beschließt Mittel aus dem Investitionssofortprogramm

03.03.2026

Ersatzneubauten für Turnhallen und Kitas, Sanierung von öffentlichen Gebäuden und Sanitäranlagen in Schulen, mehr Solaranlagen im Zuge von energetischen Dachsanierungen, umweltfreundliche Umstellung der Wärmeversorgung für Schulen und Kitas – für die damit verbundenen 39 Maßnahmen hat der Senat heute (3. März 2026) rund 83,3 Millionen Euro aus dem Investitionssofortprogramm beschlossen.

Finanzsenator Björn Fecker: "Wir bauen nachhaltig neue Sporthallen und Kitas, sanieren Sanitäranlagen in Schulen, bringen mehr Solaranlagen auf die Dächer und treiben die Wärmewende voran. Das ist gut investiertes Geld. Das sind spürbare Verbesserungen für die Menschen. Der Klimaschutz profitiert. Und nicht zuletzt sind diese Investitionen der öffentlichen Hand auch für verschiedenste Gewerke und daran hängende Arbeitsplätze in der derzeitigen Wirtschaftslage eine Hilfe."

Mehr Klimaschutz im öffentlichen Gebäudebestand

Ein 20,8 Millionen Euro schweres Maßnahmenpaket für mehr Klimaschutz umfasst die energetische Sanierung von Gebäuden und Dächern, die Errichtung von Photovoltaikanlagen und die Umstellung auf Fernwärme. Die Dachsanierungen sparen zusammen voraussichtlich 150 Tonnen CO2 jährlich ein, die Anschlüsse ans Fernwärmenetz insgesamt bis zu 180 Tonnen CO2 pro Jahr.

Energetisch saniert werden die Turnhalle auf der Bezirkssportanlage (BSA) Süd – hier wird außerdem der Hallenboden erneuert – und die Sporthalle samt Umkleiden auf der BSA Hemelingen. Beide Sportstätten werden künftig mit Wärmepumpen beheizt. Ein Ersatzneubau für die Umkleiden ist auf der BSA Findorff vorgesehen. Auch die Umkleidebereiche und Duschen der BSA Blockdieck werden saniert. Eine energetische Sanierung findet auch bei Dächern (insgesamt 5.000 Quadratmeter) mit der schlechtesten Zustandsbewertung statt. Dies betrifft den Altbau der Schule an der Kerschensteiner Straße, die Kita An der Aumunder Kirche, die Biermann-Villa des Kippenberg-Gymnasiums, die Grundschule an der Landskronastraße, die Umkleide sowie Geschäftsstelle auf der BSA Huchting, das Gaststättengebäude auf der BSA Findorff und das Dach des Kanu-Club Rönnebeck. Diese Dächer werden nach Möglichkeit auch mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die zusammen künftig 255 MW/h klimaneutralen Strom pro Jahr produzieren können.

Diverse Liegenschaften werden künftig mit Fernwärme versorgt. Dazu gehören beispielsweise die Kitas Bei den Drei Pfählen und Vorstraße, das Polizeirevier Steintor und die Schule an der Vegesacker Straße. An den Schulen Borchshöhe und Roter Sand sind gemeinsame Projekte von Gewoba Energie (GEG), Gewoba und Immobilien Bremen zur Wärmeversorgung geplant. Diese beiden Liegenschaften des Sondervermögens Immobilien und Technik (SVIT) werden künftig zusammen mit Wohngebäuden der Gewoba zentral über ein klimafreundliches Wärmenetz mit Wärmepumpen von der GEG versorgt.

Modernisierungsschub für soziale Infrastruktur wie Turnhallen und Schul-WCs

Ein Volumen von 47 Millionen Euro haben die Maßnahmen, die der sozialen Infrastruktur und Teilhabe dienen. In diesen Bereich fallen Ersatzneubauten für Kitas, Sporthallen und Sanierungen an öffentlichen Gebäuden.

Mittel werden für den Ersatzneubau von vier Turnhallen bereitgestellt. Sie werden für den Schul- und Breitensport genutzt. Alle werden in serieller Holzbauweise erstellt. Die Holzbauweise bietet viele Vorteile: Durch den hohen Vorfertigungsgrad erhält man kürzere Bauzeiten, höhere Kosten- und Terminsicherheit. Auch Nachhaltigkeit spielt bei der Holzbauweise angesichts des Klimawandels eine Rolle. Damit geht ein guter Wärmeschutz einher. Auf die Dächer kommen Photovoltaik-Anlagen. Die Ersatzneubauten für Turnhallen werden an der Oberschule Helsinkistraße, an der Oberschule Lehmhorster Straße, an der Schule Freiligrathstraße und an der Ermlandstraße errichtet. Für die Bezirkssportanlage Oeversberg ist indes der Ersatzneubau eines Umkleidegebäudes geplant, einschließlich einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

Hinzu kommen zwei Ersatzbauten für Kindertagesheime an der Beckedorfer Straße und am Fillerkamp. Beide werden in Holzbauweise errichtet. An der Beckedorfer Straße bietet der Neubau Platz für bis zu 120 Kinder, geplant sind zwei U3-Gruppen und vier Ü3-Gruppen. Am Fillerkamp kann der Neubau ebenfalls bis zu 120 Kinder in zwei U3-Gruppen und vier Ü3-Gruppen beherbergen.

Nicht zuletzt wird Immobilien Bremen mit den Mitteln in die Lage versetzt, an sieben Schulen die Sanitäranlagen mit der schlechtesten Zustandsbewertung zu sanieren. Das betrifft das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, die Schule an der Fischerhuder Straße, die Schule an der Stichnathstraße, die Oberschule am Leibnizplatz, die Oberschule Lesum und das Kippenberg-Gymnasium.

Sanierung von Polizei- und Feuerwehr-Gebäuden

Für Vorhaben im Handlungsfeld "Digitalisierung, Resilienz und Handlungsfähigkeit des Staates" hat der Senat 15,37 Millionen Euro beschlossen. Damit wird die Sanierung von Block 1 der Bereitschaftspolizei am Niedersachsendamm samt Fenstertausch und Brandschutz ebenso finanziert wie die Gesamtsanierung der Feuerwache 2 an der Benningsenstraße. Nicht zuletzt werden die Sanitäranlagen des Polizeireviers Steintor saniert und erweitert.

Gespeist wird das Investitionssofortprogramm des Landes Bremen aus Mitteln des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. Daraus stehen dem Land Bremen in den kommenden Jahren insgesamt 941 Millionen Euro zur Verfügung. Das Investitionssofortprogramm für die Jahre 2026/27 hat einen finanziellen Umfang von rund 354 Millionen Euro. Darin sind Maßnahmen enthalten, die im Sinne einer konjunkturellen Soforthilfe schnell umgesetzt werden können.

Ansprechpartner für die Medien:
Matthias Makosch, Pressesprecher beim Senator für Finanzen, Tel.: (0421) 361-94168, E-Mail: matthias.makosch@finanzen.bremen.de