Künftige Einrichtung in Borgfeld: Informations-, Bildungs- und Anlaufstelle für die Öffentlichkeit
20.08.2026Die Stiftung Nord-West Natur (NWN) und die Karl-Kaus-Stiftung (KKS) wollen im "Alten Pfarrhaus" in Bremen-Borgfeld ein Naturschutzzentrum sowie Büro- und Arbeitsflächen für beide Stiftungen schaffen. Das rund 300 Jahre alte, ortsbildprägende Gebäude haben die beiden Stiftungen 2025 von der evangelischen Kirchengemeinde erworben. Für seine zukünftige Nutzung ist eine umfassende Sanierung und Modernisierung erforderlich.
Mit dem geplanten Naturschutzzentrum entsteht eine Informations- und Bildungseinrichtung für die Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung von Natur und Landschaft, der Schutz der biologischen Vielfalt sowie die bewährte kooperative Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Landschaft zu stärken.
Das "Alte Pfarrhaus" soll künftig als "Schaufenster für den Naturschutz" dienen. In einem Ausstellungsbereich werden Themen des Naturschutzes, die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und die Besonderheiten der Bremer Natur anschaulich vermittelt. Die Räumlichkeiten bieten darüber hinaus Platz für unterschiedliche Veranstaltungen wie Vorträge, Workshops und weitere Bildungsangebote.
Auch für die Umweltbildung mit Kindern und Schulklassen bietet der Standort ideale Voraussetzungen. Durch die Nähe zu den Schutzgebieten in der Wümmeniederung können Exkursionen direkt am Naturschutzzentrum starten. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem das "Blaue Klassenzimmer" der NWN, das im Rahmen der Umweltbildung gefördert wird.
Für die neue Nutzung sind umfangreiche bauliche Maßnahmen vorgesehen. Dazu gehören insbesondere die energetische Sanierung des Gebäudes, die Erneuerung des Daches und die Modernisierung der Haustechnik. Ergänzend sind die üblichen Renovierungsarbeiten sowie die Umgestaltung von Räumen zu modernen Büro- und Arbeitsplätzen für bis zu 20 Personen geplant. Aktuell sind rund 70 Prozent der benötigten Finanzierung gesichert.
Die staatliche Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft hat heute (20. August 2026) beschlossen, den Fehlbedarf in Höhe von 30 Prozent zu decken und eine investive Projektförderung in Höhe von bis zu 200.000 Euro aus Mitteln der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft zu gewähren, die über einen Zeitraum von drei Jahren ausgezahlt werden soll.
Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Mit dem neuen Naturschutzzentrum entsteht ein Ort, an dem Naturschutz erlebbar und verständlich wird. Ein besonderer Vorteil des Standortes ist, neben der guten Anbindung an Radwege und Straßenbahn, auch die Umgebung der Wümmeniederung. Denn Umweltbildung kann so wortwörtlich vor der Haustür beginnen. Mit der finanziellen Förderung leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, dass junge Menschen Interesse und Verständnis für unsere Umwelt entwickeln."
Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de