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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Roboter zukünftig unter Wasser testbar

Erweiterungsvorhaben am DFKI beschlossen

01.12.2010

Die Deputation für Wirtschaft und Häfen hat in ihrer heutigen (1.12.2010) Sitzung die Finanzierung für ein Wasserbecken zur Untersuchung des Verhaltens von Robotern unter Wasser beschlossen. Das Wasserbecken entsteht in einem Erweiterungsbau am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) im Technologiepark Bremen. Mit der Realisierung des Vorhabens werden die Voraussetzungen für weiteres Wachstum des Instituts und die Steigerung der Einwerbung von Drittmitteln aus Programmen des Bundes und der EU geschaffen. Zuvor hatte bereits der Wissenschaftsausschuss dem Projekt zugestimmt.

„Die Errichtung des Wasserbeckens ist in Deutschland einzigartig und ein weiteres Highlight für den Innovationsstandort Bremen. Die Maritime Wirtschaft und die Raumfahrt können maßgeblich vom Ausbau des DFKI profitieren. Die Investition ermöglicht zudem die Schaffung zusätzlicher hochqualifizierter Arbeitsplätze am Wirtschaftsstandort Bremen“, so Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner.

Das Wasserbecken in der Größe von 30m Länge, ca. 20 Breite und teilweise bis zu 10m Tiefe dient Test und Demonstrationszwecken der maritimen Robotik. Der Bau eines solchen Beckens ist ein entscheidender Baustein für die Entwicklung leistungsfähiger Unterwassersysteme. Der Einfluss von Wasser auf die Sensoren und das Verhalten des Roboters lässt sich anders als real unter Wasser nicht ausreichend simulieren. Die geplante Unterwasser-Explorationshalle bietet durch ihre Größe, Witterungsunabhängigkeit und die kontrollierbaren Bedingungen eine ideale Testumgebung, um die Erforschung von neuartigen Systemansätzen und Steuerungsalgorithmen erfolgreich durchführen zu können.

Die Errichtung des Forschungs- und Verwaltungsgebäudes beinhaltet neben der Erstellung einer Explorationshalle mit Wasserbecken auch zusätzliche Verwaltungsräumlichkeiten.
Der 1. Bauabschnitt wird auf Freiflächen an der Robert-Hooke-Straße zwischen Straßenbahnwendeschleife und der Straße „Am Fallturm“ im Technologiepark Universität realisiert und Büro- und Laborflächen auf 3 Etagen mit einer Hauptnutzfläche von 2.336 qm sowie ca. 1.200 qm für eine Unterwasser-Explorationshalle bereitstellen. Im Eingangsbereich ist über zwei Geschosshöhen ein Ausstellungs- und Demonstrationsbereich mit Sicht auf die Experimentierumgebungen geplant. Der Ausstellungs- und Demonstrationsbereich steht Gästen und Besuchern offen und dient zur Präsentation ausgesuchter DFKI-Technologien.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 8 Mio. Euro, die zur Hälfte aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) durch das Bundesland Bremen und zur Hälfte vom DFKI getragen werden.