Sie sind hier:
  • Planung für künftigen Gewässerschutz in Bremen veröffentlicht

Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Planung für künftigen Gewässerschutz in Bremen veröffentlicht

Das Bremer Umweltressort stellt die aktuelle Bewertung der Gewässer in Bremen und die geplanten Verbesserungsmaßnahmen bis 2021 vor

02.02.2015
Aktuelle ökologische Bewertung der Gewässer in Bremen
Aktuelle ökologische Bewertung der Gewässer in Bremen

Seit dem 28. Januar 2015 liegt zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie der "Entwurf des Bremischen Beitrags zum Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm 2015 bis 2021 für das Flussgebiet Weser" für ein halbes Jahr öffentlich aus. Das Bremer Umweltressort stellt darin der interessierten Öffentlichkeit den aktuellen Zustand der Oberflächengewässer und des Grundwassers in Bremen und die geplanten Maßnahmen zur Zustandsverbesserung für einen sechsjährigen Planungshorizont vor. Bis zum 27. Juli 2015 können Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung und ihre Anregungen zu dem jetzt ausliegenden bremischen Dokument schriftlich mitteilen. Das Dokument ist im Internet unter www.umwelt.bremen.de -> Wasser -> Wasserrahmenrichtlinie -> Beteiligung der Öffentlichkeit -> aktuelle Auslegungsverfahren zu finden. Weiterhin können Interessierte ein gedrucktes Exemplar zu den allgemeinen Bürozeiten bei der Umweltbehörde, Hanseatenhof 5, 28195 Bremen einsehen.

Gewässer schützen und verbessern, damit sie zu Lebensräumen einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt werden; das Grundwasser vor Verschmutzung schützen und in ausreichender Menge sichern: Dieses sind wesentliche Ziele der europäischen Gewässerpolitik, die für alle Gewässer bis 2027 erreicht werden sollen.

Renaturierung der Weser; hier auf Höhe des Hemelinger Sees
Renaturierung der Weser; hier auf Höhe des Hemelinger Sees

Die Grundbotschaft für Bremen lautet: Es gibt noch Einiges zu tun, damit Bremen die europäischen Ziele des Gewässerschutzes erreicht. Erste Ziele wurden schon erreicht, so zum Beispiel die zwei fertiggestellten Auenrevitalisierungen an der Weser in Hemelingen und Habenhausen, die vielfältige Lebensräume an einem sonst von der Schifffahrt deutlich überprägten Gewässer schafft oder die Herstellung der Durchgängigkeit an der Schönebecker Aue. Trotz der bisherigen Bemühungen erreicht allerdings noch kein Gewässer den sogenannten guten Zustand. Hauptproblemfelder bei Oberflächengewässern sind Strukturdefizite, mangelnde Durchgängigkeit für wandernde Gewässerbewohner wie Fische und wirbellose Arten, zum Teil aber auch hohe Nährstoffkonzentrationen. Bezogen auf das Grundwasser ist in Norddeutschland flächendeckend eine hohe Nitratbelastung zu verzeichnen. In Bremen selbst zeigen nur 15 Prozent der Messstellen eine Überschreitung der Umweltqualitätsnorm für Nitrat. Da die Grundwasserkörper aber grenzübergreifend sind und Niedersachsen weit größere Flächenanteile und häufige Überschreitungen der Umweltqualitätsnorm hat, ist auch der chemische Grundwasserzustand in Bremen als nicht gut eingestuft.

Im März 2015 wird die Veröffentlichung des überregionalen Bewirtschaftungsplans und des zugehörigen Maßnahmenprogramms für die gesamte Flussgebietseinheit Weser folgen, die aufgrund offener Fragen zu den länderübergreifenden Bewirtschaftungszielen noch aussteht. Auch diese Dokumente werden ein halbes Jahr öffentlich zur Stellungnahme ausliegen.

Foto und Grafik: Senator für Umwelt, Bau und Verkehr