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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

NordWestBahn künftig wieder im Normalbetrieb

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28.02.2020

Bürgermeisterin und Mobilitätssenatorin Dr. Maike Schaefer hat sich heute (28.2.2020) mit Vertretern der Nordwestbahn (NWB) getroffenen. Darunter waren Dr. Tobias Heinemann, der Deutschland-Chef der NWB-Mutter Transdev, sowie Ulrich Ehrhardt, neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der NordWestBahn. In dem Gespräch kündigten die NWB-Vertreter an, das zwischenzeitliche Ersatzkonzept schrittweise zurückzunehmen und wieder zum vertraglich vereinbarten Angebot zurückzukehren.

Auf dem Foto von links nach rechts: Tobias Heinemann (Deutschland-Chef der NWB-Mutter Transdev), Robert Palm(NWB-Geschäftsleitung), Senatorin Maike Schaefer, Kristian Beuker (Leiter Instandhaltung NWB), Ralf Heers (NWB-Werkstattleiter Bremerhaven), Christoph Lankowsky (Referatsleiter Schienenverkehr SKUMS) und Ulrich Ehrhardt (Vorsitzender der NWB-Geschäftsführung).
Auf dem Foto von links nach rechts: Tobias Heinemann (Deutschland-Chef der NWB-Mutter Transdev), Robert Palm(NWB-Geschäftsleitung), Senatorin Maike Schaefer, Kristian Beuker (Leiter Instandhaltung NWB), Ralf Heers (NWB-Werkstattleiter Bremerhaven), Christoph Lankowsky (Referatsleiter Schienenverkehr SKUMS) und Ulrich Ehrhardt (Vorsitzender der NWB-Geschäftsführung).

„Ich freue mich sehr, dass eine sehr unbefriedigende ÖPNV-Situation für die Menschen in Bremen-Nord und Bremerhaven nun allmählich ein Ende nimmt“, sagte Senatorin Schaefer. „Ich baue darauf, dass die NordWestBahn ihr Versprechen, bis September wieder in vollem Taktumfang zu fahren, tatsächlich realisiert. Die heutigen Gespräche dazu waren sehr konstruktiv und aufschlussreich.“ Transdev-Chef Heinemann betonte: „Die Rückkehr zum normalen, vertraglich vereinbarten Angebot ist uns sehr wichtig. Wir haben vor allem wegen der sehr angespannten Personalsituation bei den Lokführern unsere Fahrgäste enttäuscht. Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen. Wir wollen unter Beweis stellen, dass wir wieder der zuverlässige Mobilitätsdienstleister sind, den die Fahrgäste lange Jahre geschätzt haben.“

Die NWB hat jetzt im Detail angekündigt, das Ersatzkonzept auf der Regio-S-Bahn vom 5. Mai an um eine weitere Stufe zurückzunehmen und von Montag bis Freitag in der morgendlichen Hauptverkehrszeit zum vertragsgemäßen Zustand mit Doppeltriebwagen zurückzukehren. Damit werden die aktuell größten Kapazitätsengpässe beseitigt. „Ab September soll dann auch an den Wochenenden und an den werktäglichen Nachmittagen wieder der vertragsgemäße Zustand im 15- bzw. im 30-Minuten-Takt hergestellt werden. Im Weser-Ems-Netz, in dem derzeit auch ein Ersatzkonzept gefahren wird, soll ab Mai wieder gemäß Verkehrsvertrag gefahren werden“, ergänzt Ulrich Ehrhardt.

Insgesamt ist es der NWB seit September gelungen, den Betrieb im Netz der Regio-S-Bahn stabil zu halten und die von ihr zu vertretenden ungeplanten Ausfälle auf unter ein Prozent zu begrenzen. Lediglich zwischen Weihnachten 2019 und dem neuen Jahr stiegen die personalbedingten Ausfälle noch einmal an. In den Monaten Januar und Februar wurde der Grenzwert wieder eingehalten. Allerdings führten externe Ereignisse wie Stürme und die Entgleisung eines Güterzuges in Bremen-Neustadt dazu, dass im Januar und Februar 2020 erneut mehr als ein Prozent der Fahrten ausgefallen sind.

Dazu Senatorin Schaefer: „Wenn alle Randbedingungen stimmen, ist die Performance der NWB bei der Regio-S-Bahn in Bremen inzwischen wieder gut. Um der NWB, aber vor allem auch ihren Angestellten Sicherheit zu geben, haben die Aufgabenträger Niedersachsen und Bremen daher beschlossen, von einer weiteren Abmahnung abzusehen.“ Allerdings fahre die Eisenbahn im Knoten Bremen an ihren Leistungsgrenzen. Dies führe dazu, dass bereits bei leichten Störungen beispielsweise an den Gleisen oder der Oberleitung die Qualität unmittelbar und spürbar absacke, so Schaefer.
Insoweit würden sich Unregelmäßigkeiten im Betrieb erst dann deutlich verringern, wenn der Eisenbahnknoten Bremen ausgebaut worden sei. Erste Ausbaumaßnahmen erfolgen bereits im Zusammenhang mit der zweiten Ausbaustufe der Regio-S-Bahn im Zeitraum ab Dezember 2022. „Eine grundlegende Kapazitätserhöhung kann allerdings erst mit dem Bau des dritten Gleises von Langwedel bis Bremen-Burg erreicht werden“, so die Senatorin. „Ich fordere daher das Bundesverkehrsministerium dringend auf, die Planung und Realisierung dieser Maßnahme für eine gute Anbindung im Nordwesten und für den zweitgrößten Hafen Deutschlands zügig voranzutreiben.“

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Ansprechpartner für die Medien:
Jens Tittmann, Pressesprecher bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: jens.tittmann@umwelt.bremen.de