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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Neues Projekt zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln

16.11.2022

Mit dem Ziel den Pflanzenschutzmitteleinsatz im Ackerbau zu reduzieren, ist das Projekt "Betriebspartnerschaften zur Entwicklung von Strategien zur Pflanzenschutzmittelreduktion im Acker- und Ackerfutterbau in Bremen" (kurz: Betriebspartnerschaften Bremen) gestartet.

Hierfür wurden in Bremen drei Betriebspartnerschaften gebildet: In den nächsten drei Jahren arbeiten jeweils ein konventionell mit einem ökologisch wirtschaftenden Betrieb zusammen. In Anlehnung an das bereits in Niedersachsen laufende Projekt "Förderung von Insekten im Ackerbau" (FINKA) soll auf ausgewählten Versuchsflächen der Landwirtinnen und Landwirte untersucht werden, inwieweit sich eine Reduktion von Herbiziden (Pflanzenschutzmittel gegen Unkräuter) und Insektiziden (Pflanzenschutzmittel gegen Insekten) über drei Jahre auf den Ertrag und somit die Wirtschaftlichkeit auswirkt.

Zur Aussaat des Winterweizens auf der Projektfläche trafen sich Hans Tüllmann (Projektcoach, KÖN), Carsten Schnakenberg (Landwirt), Sara Kuschnereit (Projektleitung, KÖN), Tetje Meyerdierks (Öko-Landwirt) und Lena Förster (Projektkoordinatorin der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau Senatorin). Foto: Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH
Zur Aussaat des Winterweizens auf der Projektfläche trafen sich Hans Tüllmann (Projektcoach, KÖN), Carsten Schnakenberg (Landwirt), Sara Kuschnereit (Projektleitung, KÖN), Tetje Meyerdierks (Öko-Landwirt) und Lena Förster (Projektkoordinatorin der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau Senatorin). Foto: Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH

Dazu Dr. Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau: "Dieses Projekt bildet einen wichtigen Baustein zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln für eine nachhaltige und zukunftsweisende Landwirtschaft. Über das große Interesse an der Zusammenarbeit der ökologisch und der konventionell wirtschaftenden Betrieben in diesem Projekt freue ich mich sehr. Es bietet den beteiligten Landwirtinnen und Landwirten die Möglichkeit, ökologische Bewirtschaftungsweisen auszuprobieren und voneinander zu lernen. Das ist genau der richtige Ansatz."

Aussaat auf der Betriebsfläche von Carsten Schnakenberg. Foto: Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH
Aussaat auf der Betriebsfläche von Carsten Schnakenberg. Foto: Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH

Hierzu wurde auf den konventionellen Betrieben je eine Maßnahmenfläche, auf der auf Insektizide und Herbizide verzichtet wird, und eine Vergleichsfläche mit betriebsüblicher Bewirtschaftung angelegt. Alle drei konventionellen Betriebe haben in der ersten Projektsaison Wintergetreide gesät. So auch Landwirt Carsten Schnakenberg aus Borgfeld. Er hat Anfang November auf seinen Projektflächen Winterweizen ausgesät.

"Von dem Projekt verspreche ich mir, Strategien zu entwickeln, wie ich vor allem im Maisanbau zusätzlich auf Herbizide verzichten und dabei möglichst geringe Ertragseinbußen erwarten kann", betont Schnakenberg.

Die Partnerinnen und Partner aus dem ökologisch wirtschaftenden Betrieb bringen neben den erforderlichen Maschinen auch das Know-how zu den mechanischen Methoden der Unkrautbekämpfung mit ein. Ebenso stehen sie bei Fragen bezüglich der Sortenwahl, des ökologischen Pflanzenschutzes und weiteren Aspekten unterstützend zur Seite.

Die Leitung des Projekts hat das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH (KÖN) inne. Projektcoach Hans Tüllmann begleitet die Betriebe und erhebt Daten zu Erträgen und Wirtschaftlichkeit. Zudem werden Feldtage und Veranstaltungen organisiert, um die Erkenntnisse und Erfahrungen der "Betriebspaare" an weitere interessierte Landwirte und Landwirtinnen weiter zu geben.

Grundlage des Projekts ist das Anfang des Jahres von der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau erarbeitete "Handlungskonzept zur Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes auf landwirtschaftlichen Flächen im Land Bremen".

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Ansprechpartnerin für die Medien:
Linda Neddermann, Pressesprecherin bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-79199, E-Mail: linda.neddermann@umwelt.bremen.de