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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

Neues Fortbildungssystem für die Stahlindustrie

29.05.2026

Die Transformation der Stahlindustrie braucht gut qualifizierte Fachkräfte. Deshalb unterstützt Bremen gemeinsam mit dem Bund, Niedersachsen, den Sozialpartnern und führenden Unternehmen der Branche die Entwicklung eines neuen, bundesweit anerkannten Fortbildungssystems für die Stahlindustrie.

Das dreijährige Modellprojekt wird von einem breit aufgestellten Beirat begleitet. Auf der Agenda der heutigen Sitzung (29. Mai 2026) des Gremiums in Bremen standen unter anderem die zentralen Eckpunkte des Fortbildungssystems und aktuelle Herausforderungen für die Branche. In dem Gremium arbeiten Vertreterinnen und Vertreter der Fördermittelgeber aus Bund und Ländern, der Sozialpartner, der Stahlunternehmen, des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), der Bundesagentur für Arbeit sowie der Industrie- und Handelskammern eng zusammen.

Dr. Gunnar Isenberg, Staatsrat für Arbeit: "Das Projekt verbindet gute Arbeit, beruflichen Aufstieg und industrielle Transformation auf vorbildliche Weise. Die Transformation der Stahlindustrie gelingt nur gemeinsam. Der Beirat sorgt dafür, dass die Perspektiven von Beschäftigten, Unternehmen, Wissenschaft und Politik frühzeitig zusammengeführt werden. Damit schaffen wir die Grundlage für ein modernes und praxisnahes Fortbildungssystem mit bundesweiter Anerkennung."

Michael Hehemann, Arbeitsdirektor Arcelor-Mittal Bremen GmbH und Sprecher der
Arbeitsdirektoren in der Stahlindustrie: "Arcelor-Mittal Bremen und weitere Unternehmen aus der Stahlindustrie unterstützen mit betrieblichen Expertinnen und Experten die Entwicklung eines attraktiven und modernen Fortbildungssystems mit bundesweit anerkannten Fortbildungsregelungen für unsere gesamte Branche, um im Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte bestehen zu können und beruflich Qualifizierten transparente und attraktive Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen. Die Stahlbranche muss auch durch solche Projekte deutlich machen, dass sie eine attraktive Zukunftsbranche ist und viele berufliche Perspektiven bietet. Zentral sind dabei für uns die Handlungsfelder ‚Digitalisierung, KI und Automatisierung‘ in den zukünftigen Fortbildungsinhalten auf allen Ebenen."

Frank Sänger, Geschäftsführer Operativ der Bundesagentur für Arbeit: "Mit den aktuellen Förderoptionen der Fortbildung zum Berufsspezialisten kann die Bundesagentur für Arbeit gezielt die Beschäftigungsfähigkeit von Fachkräften in der Stahlindustrie stärken und zugleich die Sicherung wertvoller Arbeitsplätze in der Region unterstützen. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist es entscheidend, Beschäftigte frühzeitig weiter zu qualifizieren und Unternehmen bei der Transformation aktiv zu unterstützen."

Fortbildungsabschlüsse auf drei Ebenen

Geplant sind neue Fortbildungsabschlüsse auf drei aufeinander aufbauenden Ebenen – von Berufsspezialistinnen und Berufsspezialisten über Bachelor Professional bis hin zu Master-Professional-Abschlüssen. Neben klassischen Führungslaufbahnen sollen erstmals auch eigenständige Fachlaufbahnen etabliert werden. Darüber hinaus entstehen digitale Lehr- und Lernangebote, die Beschäftigten bundesweit flexible Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnen.

Die neuen Fortbildungsregelungen werden in enger Abstimmung mit betrieblichen Fachleuten entwickelt und sollen künftig als bundesweit anerkannte Fortbildungsprüfungen der Industrie- und Handelskammern etabliert werden. Die Veröffentlichung erster Regelungen im Bundesgesetzblatt ist für 2027 vorgesehen.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Sara Bergemann, Leiterin des Büros der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Tel.: (0421) 361-10494, E-Mail: sara.bergemann@soziales.bremen.de

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