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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

Netzwerk Digitalambulanzen soll Teilhabe in der Altersgruppe 60+ erhöhen

Mit steigendem Alter nimmt die Nutzung des Internet deutlich ab / Erhebliche Unterschiede zwischen den Stadtteilen

15.02.2022

Vier von fünf Bremerinnen und Bremern über 60 Jahre nutzen das Internet mindestens gelegentlich. Das hat eine Umfrage des Statistischen Landesamtes im Rahmen des Projektes "Netzwerk Digitalambulanzen" ergaben. Das Projekt wird in Kooperation der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, des Senators für Finanzen, der Senatskanzlei und des Magistrats der Stadt Bremerhaven unter wissenschaftlicher Begleitung des Instituts für Informationsmanagement Bremen GmbH (ifib) durchgeführt. Die durch das ifib unter Federführung von Prof. Herbert Kubicek erstellte Studie hat Sozial-Senatorin Stahmann jetzt vorgelegt. Der Anteil der Bremerinnen und bremer über 60 Jahre, die zumindest ab und zu das Internet nutzen, liegt für das Land Bremen bei 81,7 Prozent, für die Stadt Bremen bei 82,1 Prozent und für Bremerhaven bei 77,7 Prozent.

Nutzung des Internets in den Bremer Stadtteilen. Grafik: ifib
Nutzung des Internets in den Bremer Stadtteilen. Grafik: ifib

Dabei nimmt nach den Ergebnissen der schriftlichen Befragung von über 11.000 Personen in Bremen und Bremerhaven die Zahl der Nutzerinnen mit dem Alter ab: In der Altersgruppe von 60 bis 64 Jahren surfen noch 96 Prozent, und auch die 70- bis 74-Jährigen haben mit 90 Prozent Onlinern noch einen hohen Anteil. Erst unter den Bremerinnen und Bremern zwischen 85 und 89 Jahren gibt es mit 44 Prozent weniger On- als Offliner. In der höchsten Altersgruppe über 90 Jahren nutzen nur noch 22 Prozent das Internet.

Unterschiede gibt es auch zwischen den Stadtteilen: Die geringste Onliner-Quote hat mit 73 Prozent Huchting, gefolgt von Gröpelingen und Woltmershausen mit 79 Prozent. Die höchsten Quoten wurden in der Östlichen Vorstadt mit 93 Prozent gemessen sowie in Schwachhausen mit 90 Prozent. Dabei zeige sich: "Die sechs Stadtteile mit den niedrigsten Onliner-Quoten sind Fördergebiete im Programm 'Soziale Stadt'", sagte Senatorin Stahmann. Damit zeige auch die Bremer Untersuchung, dass es einen Zusammenhang gebe zwischen Bildung und Einkommen auf der einen Seite und der Internetnutzung auf der anderen.

Nutzung des Internets in Bremerhaven. Grafik: ifib
Nutzung des Internets in Bremerhaven. Grafik: ifib

Die Ergebnisse der Befragung fließen in die weitere Arbeit des Projektes "Netzwerk Digitalambulanzen" ein, dazu gehört unter anderem der Aufbau einer Internet-Plattform "Netzwerk-Digitalambulanzen", die interessante und wichtige Inhalte eigens für ältere Menschen bündelt und damit leichter zugänglich machen will. "Für viele ältere Menschen ist das Internet auch im Jahr 2022 noch immer Neuland", sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann, in deren Haus die Koordinationsstelle für die Netzwerkarbeit in der Stadtgemeinde Bremen angesiedelt ist. "Es ist oftmals nicht nur die Scheu vor der Technik, die den Zugang versperrt, es ist oft auch die unbeantwortete Frage: Was nutzt mir das Internet für mein eigenes Leben?" Die Bündelung relevanter lokaler und regionaler Inhalte im Netzwerk Digitalambulanzen solle nun das weltweite Datennetz für ältere Nutzerinnen und Nutzer attraktiver machen und so längerfristig auch einen Zugang zur weiteren Nutzung schaffen.

Das Netzwerk Digitalambulanzen ist ein Vorhaben des Landes Bremen in Zusammenarbeit mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Einrichtungen in Bremen und Bremerhaven sowie ein Modellvorhaben im Rahmen der Regionalen Open Government Labore des Bundesministeriums des Inneren für Bau und Heimat gefördert durch das "Bundesprogramm Ländliche Entwicklung" des Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung. Der Senator für Finanzen und die Senatskanzlei begleiten und unterstützen das Netzwerk Digitalambulanzen in fachlicher und technischer Hinsicht. Die Netzwerk-koordination für Bremerhaven ist im Magistrat verortet.

Dier Studie kann auf der Homepage des Netzwerks heruntergeladen werden www.netzwerk-digitalambulanzen.de dort stehen auch die Roh-Daten der Umfrage als Open Data zur Verfügung.

Auskünfte zur wissenschaftlichen Seite der Studie gibt Prof. Dr. Herbert Kubicek, Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib), E-Mail: kubicek@ifib.de, Tel.: (0421) 218 565

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen die Grafiken zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Grafik: ifib
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Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Bernd Schneider, Pressesprecher bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, Tel.: (0421) 361-4152, E-Mail: bernd.schneider@soziales.bremen.de