Schülerinnen und Schüler tagen im Bundespresseamt
16.03.2026Vom 14. bis zum 18. März 2026 werden rund 160 Schülerinnen und Schüler zum Modell EU-Parlament (MEP) zusammenkommen. Fünf Tage lang schlüpfen sie in die Rolle von Abgeordneten des Europäisches Parlament, verhandeln Gesetzesinitiativen, arbeiten in Fraktionen und Ausschüssen und erleben hautnah, wie europäische Demokratie funktioniert. Ziel des Planspiels ist es, politische Prozesse auf europäischer Ebene verständlich zu machen und junge Menschen zur aktiven Mitgestaltung zu ermutigen.
Im Rahmen der Bundesratspräsidentschaft ist es eine besondere Ehre, dass der Bundesratspräsident und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, Bürgermeister Andreas Bovenschulte, die Schirmherrschaft für dieses Modell übernommen hat. In seiner Video-Grußbotschaft unterstrich der Bundesratspräsident die Bedeutung politischer Bildung und europäischer Zusammenarbeit gerade in herausfordernden Zeiten. Am heutigen 16. März 2026 startet das Planspiel mit der offiziellen Begrüßung im Bundespresseamt.
Die Bremer Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, Staatsrätin Nancy Böhning, hieß die Schülerinnen und Schüler vor Ort willkommen und wünschte ihnen für die anstehenden Verhandlungen viel Erfolg: "Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen. Gerade junge Menschen zeigen, wie groß das Interesse an Europa und politischer Mitgestaltung ist. Das Modell EU-Parlament macht erlebbar, wie europäische Politik funktioniert: durch Diskussion, Kompromisse und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Solche Projekte stärken Demokratie und Zusammenhalt in Europa. Sie zeigen, dass Europa keine abstrakte Idee ist, sondern von engagierten Bürgerinnen und Bürgern getragen wird", so Staatsrätin Böhning im Bundespresseamt.
Neben der Bevollmächtigten des Landes Bremen, hielten auch die Stellvertretende Regierungssprecherin der Bundesregierung Esther Uleer, das Präsidiumsmitglied Elisabeth Fenk vom MEP und Lisa Stöhr, die im Präsidium des MEP 2026 als Schülerin sitzt, ein Grußwort.
Während des Planspiels beraten die Teilnehmenden aktuelle europapolitische Themen – von Klimaschutz und Digitalisierung über soziale Gerechtigkeit bis hin zu Fragen der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. In intensiven Debatten, Fraktionssitzungen und Ausschussanhörungen entwickeln sie Änderungsanträge, schließen Kompromisse und stimmen am Ende über ihre Gesetzesvorschläge ab. So erfahren sie aus erster Hand, wie komplex politische Entscheidungsprozesse sind – und wie wichtig Dialog, Mehrheiten und gegenseitiger Respekt für eine funktionierende Demokratie sind.
Aus Bremen nehmen die Schülerinnen und Schüler des Hermann-Böse-Gymnasiums teil. Das Hermann-Böse-Gymnasium ist seit 2007 zertifizierte Europaschule und setzt einen besonderen Schwerpunkt auf europäische Bildungsarbeit. Seit dem Schuljahr 2023/24 bietet die Schule den Wahlpflichtkurs "Europa" an und kooperiert regelmäßig mit dem Europa-Punkt-Bremen.
Mit ihrer Teilnahme am Modell EU-Parlament tragen die Bremer Schülerinnen und Schüler den europäischen Gedanken in die Hauptstadt und bringen zugleich neue Impulse zurück in ihre Schule und ihre Stadt. Die Veranstaltung zeigt eindrucksvoll: Europa lebt vom Engagement junger Menschen. Dies wurde auch im "Sonderausschuss für den Europäischen Schutzschild für die Demokratie" deutlich, der in der Landesvertretung Bremen in Berlin tagte.
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