Start für Pilotprojekt im Schuljahr 2026/27
18.09.2026An neun Bremer Grundschulen beginnt im September ein neues Pilotprojekt im Fach Mathematik: Mit Magma-Mathe erproben Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern fünf Monate, wie digitale Technologien und Künstliche Intelligenz dazu beitragen, mathematische Kompetenzen nachhaltig zu stärken und Lernprozesse sichtbarer zu machen.
Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, sieht in Magma einen Baustein, um die Lernchancen von Bremer Schülerinnen und Schüler zu verbessern: "Die Stärkung der Basiskompetenzen ist ein zentrales Ziel unserer Offensive für mehr Bildungsqualität. Mit Magma bekommen Lehrkräfte ein Werkzeug an die Hand, das ihnen hilft, Lernstände und Unterstützungsbedarfe von Kindern frühzeitig zu erkennen. Damit können wir digitale Möglichkeiten sinnvoll nutzen, um Schülerinnen und Schüler gezielter zu fördern."
Magma ist eine digitale Lernplattform für den Mathematikunterricht der Klassenstufen 1 bis 12. Sie ermöglicht einen Blick auf individuelle Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler. Magma macht Denk- und Lösungswege sichtbar: Auf einer digitalen Arbeitsfläche können die Kinder und Jugendlichen rechnen, zeichnen, skizzieren und ihre Überlegungen festhalten. Ein KI-gestützter Lernassistent gibt dabei unmittelbar personalisiertes Feedback und unterstützt die Lernenden gezielt bei der Bearbeitung mathematischer Aufgaben.
Gleichzeitig erhalten die 70 am Pilotprojekt beteiligten Lehrkräfte in Echtzeit Einblicke in die Lösungsstrategien, Fehlvorstellungen und Lernstände ihrer gesamten Lerngruppe. So können sie den individuellen Unterstützungsbedarf frühzeitig erkennen und die Förderung gezielt und datengestützt ausrichten.
Der Fokus der App liegt nicht auf der bloßen Ergebnissicherung; vielmehr zeigt sie die Lösungswege der Schülerinnen und Schüler, an denen die zugrunde liegenden mathematischen Denkprozesse deutlich sichtbar werden. Individuelle Rechenstrategien, Potenziale und Bedürfnisse der Lernenden rücken so in den Mittelpunkt und können dann im Unterricht thematisiert werden. Diese Vorgehensweise entspricht zentralen Prinzipien des Bremer Landesprogramms Mathematik, wo Lernenden-Orientierung und Kommunikation über mathematische Inhalte eine wichtige Rolle spielen. Die App ermöglicht durch detaillierte Rückmeldungen, die Aufgaben der Lehrkräfte zu fokussieren und eine datengestützte Unterrichtsplanung und -durchführung zu ermöglichen. Damit wird eine ganzheitliche und nachhaltige Mathematikbildung geschaffen, die den Ansprüchen des Bremer Landesprogramms Mathematik gerecht wird.
Noch bis Ende September finden täglich sogenannte Onboarding-Termine mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften statt, bei denen sich die Schulgemeinschaften ein Bild von dem Einsatz der App im Unterricht machen können. Die Pilotschulen können die App bis Ende Januar 2027 testen und anschließend eine Rückmeldung zum Einsatz sowie zu der Handhabung geben. Nach Abschluss der Pilotphase wird entschieden, in welchem Umfang Bremen die App künftig in den Schulen einsetzen wird.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Patricia Brandt, Pressesprecherin beim Senator für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: patricia.brandt@bildung.bremen.de