Fachveranstaltung am 18. Februar 2026 zu Diagnose, Versorgung und sozialen Folgen
04.02.2026Long Covid und Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) betreffen in Deutschland rund 500.000 Menschen, weltweit Millionen. Dennoch bleiben die Erkrankungen häufig unerkannt – im Durchschnitt vergehen sechs bis sieben Jahre bis zur Diagnose. Besonders betroffen sind Frauen: Etwa zwei Drittel der Erkrankten sind weiblich.
ME/CFS und Long Covid sind schwerwiegende chronische Erkrankungen. Sie rauben den Betroffenen Energie und Belastbarkeit, schränken häufig die soziale Teilhabe massiv ein und führen nicht selten zum Verlust des Arbeitsplatzes oder der wirtschaftlichen Selbstständigkeit. Viele Erkrankte sind auf Unterstützung oder Pflege angewiesen, Altersarmut ist eine reale Gefahr. Unzureichende Versorgungsstrukturen und mangelnde geschlechtersensible Diagnostik erschweren für viele Erkrankte den Zugang zu angemessener medizinischer Betreuung.
Unter dem Titel "Zwischen Erschöpfung und Systemversagen? ME/CFS und Long Covid im Fokus von Medizin, Politik und Gesellschaft" laden die Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten (ZGF) und das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen am Mittwoch, 18. Februar 2026, von 15 bis 18 Uhr zu einer gemeinsamen Fachveranstaltung ein. Veranstaltungsort ist die ZGF in der Faulenstraße 14-18 in Bremen.
Das Programm umfasst ein Gespräch mit einer Betroffenen von Long Covid, deren Partnerin zusätzlich an ME/CFS erkrankt ist, einen medizinischen Fachvortrag von Privatdozentin Dr. Karin Storm van‘s Gravesande (Universitätsklinikum Freiburg/Technische Universität München) sowie die Vorstellung des Projekts "Schulungskonzept für ME/CFS in Bremen" mit Zahlen aus Bremen und konkreten Vorschlägen, wie die hausärztliche Versorgung verbessert werden kann.
Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Diagnose und Therapie zu vermitteln, insbesondere Hausärztinnen und Hausärzte zu sensibilisieren und das Thema stärker in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern. Ärztinnen und Ärzte erhalten bei Teilnahme einen Fortbildungspunkt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Kontakt für besondere Bedarfe bei einer Teilnahme: Dr. Mo Urban, monika.urban@frauen.bremen.de.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Susanne Gieffers, ZGF Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: (0421) 361-6050, E-Mail: presse@frauen.bremen.de