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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

KlimPark-Förderprojekt des Bundesministeriums für Umwelt startet in Bremen

Handlungskonzept zum klimaangepassten Management von Park- und urbanen Kleingewässern in Bremen

14.06.2022

Deutschlands Gewässer leiden unter den Folgen der fortschreitenden Klimakrise. Auch die meist sehr flachen Teiche und Gräben in Bremen sind von wiederkehrenden Hitze- und Trockenperioden betroffen, die eine zunehmende Belastung für diese Ökosysteme darstellen. Durch die intensive Erwärmung des Wassers können die Gewässer weniger Sauerstoff aufnehmen. Gleichzeitig führen beschleunigte, Sauerstoff verbrauchende Abbauprozesse und eine verstärkte Nährstoffmobilisierung zu einer Verschlechterung der Wasserqualität durch extremes Algenwachstum und Sauerstoffdefizite. Dies kann wiederum ein plötzliches Fischsterben hervorrufen und belastet die Insekten. Aufgrund niedriger Wasserstände wird die Situation noch verschärft. Um dieser Herausforderung zielgerichtet zu begegnen, braucht es Daten und Fakten als Grundlage für die Entwicklung neuer Maßnahmen sowie eine verstärkte Zusammenarbeit verschiedener Akteure.

Auch im Rhododendronpark spielen Gewässer eine wichtige Rolle. Foto: Umweltressort
Auch im Rhododendronpark spielen Gewässer eine wichtige Rolle. Foto: Umweltressort

Mit dem Projekt "Klimaangepasste Parkgewässer (KlimPark)" baut das Bremer Umweltressort auf die 2018 beschlossene Klimaanpassungsstrategie auf und knüpft an die Schlüsselmaßnahme "Klimaangepasste Gestaltung und Unterhaltung von Gewässern" an. Das Projekt rückt dabei speziell die weniger beachteten Park- und urbanen Kleingewässer in den Fokus. Es werden unter anderem Gewässer untersucht, Pilotmaßnahmen entwickelt und ein gesamtstädtisches Handlungskonzept erarbeitet, um ausgewählte Kleingewässer an den Klimawandel anzupassen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz fördert das Projekt mit einer Summe von 300.000 Euro.

Umwelt-Staatsrat Enno Eike Nottelmann und KlimPark-Projektleiterin Dr. Lucia Herbeck bei der Vorstellung des Projektes. Foto: Umweltressort
Umwelt-Staatsrat Enno Eike Nottelmann und KlimPark-Projektleiterin Dr. Lucia Herbeck bei der Vorstellung des Projektes. Foto: Umweltressort

"Gut und richtig, dass der Bund uns Mittel zur Verfügung stellt, dieses Projekt zu realisieren. Damit können wir Bremens Kleingewässer besser auf die Klimakrise vorbereiten und sie in ihren Potenzialen für die Klimaanpassung stärken", sagt Enno Eike Nottelmann, Staatsrat für Umwelt und Verkehr, bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau.

"Gerade in Pandemiezeiten haben die Bremer Gewässer als Naherholungsziel an großer Bedeutung gewonnen", sagt Dr. Lucia Herbeck, KlimPark-Projektleiterin. "Vor dem Hintergrund zunehmender Trocken- und Hitzeperioden leisten die urbanen Kleingewässer zudem einen wichtigen Beitrag zur Kühlung. Wir freuen uns daher ganz besonders, die Wasserqualität der Teiche und Gräben genauer unter die Lupe zu nehmen und gleichzeitig die Menschen für den Umgang mit den Folgen des Klimawandels zu sensibilisieren", ergänzt Herbeck.

Weiteres Projektziel ist die Etablierung eines Kooperationsforums zum klimaangepassten Parkgewässermanagement. Damit soll der Austausch zwischen den beteiligten Institutionen intensiviert und verstetigt werden. Bei der Auftaktveranstaltung am gestrigen Montag (13. Juni 2022) in Bremen begrüßten Nottelmann und Lucia Herbeck 25 Akteurinnen und Akteure, die am Management der Bremer Park- und urbanen Kleingewässer beteiligt beziehungsweise interessiert sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich intensiv über bereits erfolgte Maßnahmen, wie zum Beispiel Entschlammungen, aus und diskutierten künftige Handlungsbedarfe. Weitere Treffen des Kooperationsforums folgen.

Die Wallanlagen sind ein wichtiges innerstädtisches Gewässersystem. Foto: Umweltressort
Die Wallanlagen sind ein wichtiges innerstädtisches Gewässersystem. Foto: Umweltressort

Auch Bremer Bürgerinnen und Bürgern können beim KlimPark-Projekt mitmachen: Bei der sogenannten Citizen Science Initiative können sich Interessierte ab 2023 an einem Gewässer-Monitoring beteiligen. Aus verschiedenen Gewässern sollen die Freiwilligen insbesondere während der Sommermonate Proben entnehmen und sie mit Hilfe von bereitgestelltem Zubehör auf Umweltparameter (u. a. pH-Wert und Nährstoffe) analysieren sowie die Ergebnisse an das Projektteam übermittelten. Anmeldungen interessierter Freiwilliger, die Lust haben, das Projekt vor Ort aktiv zu unterstützen, nimmt das Team vorab unter klimpark@umwelt.bremen.de gerne entgegen.

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Ansprechpartnerin für die Medien:
Linda Neddermann, Pressesprecherin bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-79199, E-Mail: linda.neddermann@umwelt.bremen.de