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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Kick-off: Erstes Leuchtmittel im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts mit swb Beleuchtung ausgetauscht

Umstellung auf LED spart zukünftig circa 4,8 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr ein

03.01.2022

Ab Beginn dieses Jahres bis Mitte 2023 nimmt swb Beleuchtung im Auftrag der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau den Austausch von etwa 8.400 überwiegend mit Natriumdampflampen bestückten Großleuchten und rund 10.700 überwiegend mit Kompaktleuchtstofflampen bestückten Kleinleuchten gegen moderne und energiesparende LED-Leuchten im Stadtgebiet Bremen vor. Ziel ist eine Energieeinsparung von knapp 4,9 Millionen Kilowattstunden pro Jahr (ab Umrüstungsende).

Am heutigen Montag, 3. Januar 2022, war es nun soweit: Senatorin Dr. Maike Schaefer und der swb-Vorstandsvorsitzende Dr. Torsten Köhne haben gemeinschaftlich die erste Leuchte in Bremen-Nord ausgetauscht. Eingesetzt wurde eine hochmoderne technische LED-Leuchte, wie sie üblicherweise in Bremen in den meisten Haupt-, Wohn- und Nebenstraßen bereits seit vielen Jahren verwendet wird.

Im gesamten Projektverlauf werden zwei verschiedene Modelle von Leuchtentypen für die Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung auf LED verbaut: ungefähr 15.650 Stück technische Leuchten und etwa 3.500 sogenannte dekorative Leuchten. Letztere werden in Bremen hauptsächlich in Parkanlagen und an öffentlichen Wegen und auf Plätzen eingesetzt. Alle Leuchten werden in der 3.000 Kelvin-Variante verbaut. Diese geben ein so genanntes warmweißes Licht ab und entsprechen damit der Empfehlung des Bundesamts für Naturschutz, da nachtaktive Tiere eher durch kaltweißes Licht beeinflusst werden.

Dazu Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau: "Bremen hat seine Beleuchtung sukzessive modernisiert. Die letzten Pilzkopfleuchten sind inzwischen vom Netz gegangen. Wir nutzen zudem 100 Prozent Ökostrom für die Straßenbeleuchtung. Die aktuelle Umrüstung mit den 19.000 neuen LED-Leuchten ist jetzt ein weiterer wichtiger Schritt für den Klima-, aber auch für den Insektenschutz. Außerdem werden die Straßenbereiche durch die neuen LEDs besser ausgeleuchtet, was zu einem erhöhten Sicherheitsempfinden und zur Aufwertung des städtebaulichen Umfelds führt."

"Darauf, dass die Mitarbeitenden bei swb Beleuchtung in der Planungsphase ihr Expertenwissen einbringen konnten, sind wir bei swb schon ein Stückchen stolz", sagt Dr. Torsten Köhne. "Damit und mit den jetzt beginnenden Montagearbeiten tragen wir maßgeblich dazu bei, die Stadt bei der Erreichung ihrer ambitionierten Ziele für den Klimaschutz und auch den Schutz nachtaktiver Tiere im urbanen Raum zu unterstützen."

Zum Projekt:

Bislang fand in Bremen auf Grundlage des Beleuchtungsvertrags die Umrüstung auf LED-Leuchtmittel sukzessive und kontinuierlich statt: War eine konventionelle Leuchte abgängig, wurde sie auf den neuesten Stand der Technik aufgerüstet. So konnte wirtschaftlich effektiv die restliche Lebensdauer von bereits angebrachten Leuchten genutzt werden. Außerdem wurden in den letzten Jahren bei Neu- und Umbau- sowie Erneuerungsmaßnahmen ausschließlich LED-Leuchten eingesetzt. Im Ergebnis sind somit bereits vor Beginn dieses Umrüstungsprojekts etwa 30 Prozent des Bestands mit LED-Technik ausgestattet. Nun kommt mittels der Förderung durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Bewegung in den Umrüstungsprozess.

Das Umrüstungs-Projekt wird 8,9 Millionen Euro kosten, der Großteil davon Investitionskosten für die LED-Leuchten. Diese wiederum werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags mit 2,2 Millionen Euro gefördert.

Damit die Austauscharbeiten effizient vonstattengehen können, bedurfte es einer aufwändigen Vorarbeit durch das Amt für Straßen und Verkehr (ASV). Nur bestimmte Leuchten erfüllen die Förderkriterien und mussten daher auf diese geprüft und ausgewählt werden. So muss zum Beispiel durch den Austausch der Leuchte mindestens 50 Prozent Energie eingespart werden. Zudem werden nahezu ausschließlich Ansatz- und Aufsatzleuchten mit einem Mindestalter von zehn Jahren ausgetauscht.

Um den Fördergrundsätzen gerecht zu werden, müssen alle zukünftigen Leuchten mit einer autarken Nachtabsenkung von 50 Prozent in der Zeit von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr betrieben werden. Um das Licht gezielt nur auf die Verkehrsflächen auszurichten und somit die Lichtverschmutzung auf ein Minimum zu reduzieren, werden ausgewählte Optiken, das sind speziell angepasste Linsen, die das Licht zielgerichtet lenken, eingesetzt. Die LED-Leuchten geben zudem kein Licht in den oberen Halbraum ab und verhindern damit den sogenannten Lichtsmog.

Ansprechpartner für die Medien:
Jens Tittmann, Pressesprecher bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: jens.tittmann@umwelt.bremen.de