Sie sind hier:
  • KI-Assistent erleichtert künftig den Zugang zu Verwaltungsleistungen

Der Senator für Finanzen

KI-Assistent erleichtert künftig den Zugang zu Verwaltungsleistungen

Senat beschließt für das Vorhaben 500.000 Euro aus dem Investitionssofortprogramm

24.02.2026

Die Freie Hansestadt Bremen beginnt mit der Planungsphase für einen neuen digitalen Assistenten für das Serviceportal Bremen. Für das Vorhaben hat der Senat heute (24. Februar 2026) 500.000 Euro aus dem Investitionssofortprogramm beschlossen. Der KI-Assistent soll Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Schritt für Schritt durch Verwaltungsverfahren führen, Fragen klären und den Zugang zu Online-Leistungen deutlich erleichtern. Anders als ein allgemeiner Chatbot wird der Assistent fest in das Serviceportal eingebunden. Er greift ausschließlich auf geprüfte Informationen der Verwaltung zurück und bietet damit eine verlässliche Orientierung bei der Nutzung von Behördenleistungen.

Finanzsenator Björn Fecker: "Der geplante KI-Assistent hilft Bürgerinnen und Bürgern künftig dabei, den richtigen Antrag zu finden und mit allen erforderlichen Unterlagen abzugeben. Das zeigt, wie KI dabei helfen kann, die öffentliche Verwaltung digitaler und noch bürgernäher zu gestalten. Auch für die Beschäftigten in der Verwaltung entsteht weniger Arbeitsaufwand, wenn Anträge vollständig abgegeben werden und nötige Rückfragen entfallen. Dieses Potenzial von KI für den gegenseitigen Nutzen von Bürgerinnen und Bürgern sowie Verwaltung wollen wir zielgenau heben."

Schnell zum richtigen Verfahren

Der Assistent hilft Nutzerinnen und Nutzern dabei, das passende Verfahren zu finden und typische Rückfragen zu vermeiden. Wer beispielsweise online nach der Verlängerung eines Reisepasses sucht und auf die entsprechende Seite im Serviceportal gelangt, erhält verständliche Hinweise dazu,

  • ob eine Verlängerung möglich ist oder ein neuer Antrag erforderlich wird,
  • welche Unterlagen benötigt werden,
  • mit welchen Gebühren und Bearbeitungszeiten zu rechnen ist,
  • welche Dienststelle zuständig ist.

So gelangen Bürgerinnen und Bürger schneller zu den relevanten Informationen und können ihren Antrag gezielt vorbereiten.

Unterstützung bei der Antragstellung für Unternehmen

Auch Unternehmen profitieren von der neuen Assistenzfunktion. Beispielsweise bei der Beantragung einer gewerberechtlichen Erlaubnis kann der Assistent unter anderem:

  • die notwendigen Voraussetzungen erläutern,
  • auf fehlende oder widersprüchliche Angaben hinweisen,
  • erforderliche Nachweise benennen,
  • bei Bedarf die Vorbereitung auf einen Online-Antrag unterstützen, etwa durch die Klärung der Antragsberechtigung.

Die Lösung wird barrierefrei konzipiert und orientiert sich an den Standards moderner digitaler Verwaltung. Zudem wird im Projekt geprüft, in welchem Umfang mehrsprachige Unterstützung sinnvoll und umsetzbar ist, insbesondere für häufig nachgefragte Leistungen.

Fokus auf stark nachgefragte Leistungen

Der KI-Assistent wird direkt in den sogenannten Leistungsbeschreibungen des Serviceportals verankert – dort, wo die meisten Nutzerinnen und Nutzer direkt in die Verwaltungsverfahren einsteigen. Zunächst liegt der Schwerpunkt auf Leistungen mit hoher Nachfrage und relevanter Online-Nutzung. Perspektivisch ist eine Ausweitung auf weitere Leistungen vorgesehen.

Mit dem KI-gestützten Antragsassistenten geht Bremen einen weiteren Schritt in Richtung einer nutzerfreundlichen, effizienten und zukunftsorientierten digitalen Verwaltung.

Ansprechpartner für die Medien:
Matthias Makosch, Pressesprecher beim Senator für Finanzen, Tel.: (0421) 361-94168, E-Mail: matthias.makosch@finanzen.bremen.de