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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Kellogg-Höfe auf der Überseeinsel: ROBERTNEUN gewinnt Architekturwettbewerb

Berliner Architekturbüro setzt sich mit dem Leitthema "Nachhaltigkeit durch Flexibilität" durch.

19.07.2022

Die Überseeinsel, Bremens neues Stadtviertel, wird immer konkreter. Das Reislager, das Hotel John and Will sowie Teile des Quartiers Stephanitor befinden sich bereits im (Um-)Bau. Nun steht fest, wie das westlich angrenzende Areal aussehen wird: Zwei neue Gebäudekörper und drei gestaltete Freiräume verbinden sich mit den Bestandsbauten Flakes Fabrik und Maschinen- und Kesselhaus zu den Kellogg-Höfen. Acht Architekturbüros bekamen in dem Wettbewerb die Möglichkeit, ihre Entwürfe persönlich zu präsentieren. Der ersten Phase mit allen Teilnehmenden folgte die zweite Phase mit vier verbliebenen Büros: ROBERTNEUN und Kuehn Malvezzi aus Berlin, Westphal Architekten aus Bremen und Adept aus Kopenhagen. Am Ende gab es zwei Gewinner: Die Architekturbüros ROBERTNEUN und Kuehn Malvezzi. In folgenden Gesprächen mit dem Stadtentwicklungs-Ressort und der Überseeinsel GmbH entschieden sich die Beteiligten dafür, den Entwurf von ROBERTNEUN zu realisieren.

Der prämierte Entwurf des Architekturbüros ROBERTNEUN. Foto: Philipp Obkircher / ROBERTNEUN
Der prämierte Entwurf des Architekturbüros ROBERTNEUN. Foto: Philipp Obkircher / ROBERTNEUN

Atelierterrassen

Das stufenartige Gebäude verläuft am westlichen Rand der Kellogg-Höfe. Treppenartige Abstufungen auf dem Dach bieten zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten wie Urban Gardening, Spiel- und Erholungsflächen. Auf der obersten Stufe ordnen sich die Photovoltaik-Anlagen an.

Im Inneren der Atelierterrassen entstehen freie Etagen, die sich um ein zentrales Atrium organisieren. Der Gebäudekern konzentriert sämtliche technische Funktionen, sodass in der Fläche maximal flexible Grundrisse entstehen, die auch in Zukunft an sich ändernde Bedürfnisse und unterschiedlichste Formen des Lebens und Arbeitens angepasst werden können. Der untere urbane Sockel bietet Ateliers mit einer Höhe von 5,30 Metern und einer Galerieebene, die sich zum Atrium öffnet.

Die Atelierterrassen bieten besondere Nutzungsmöglichkeiten. Foto: Philipp Obkircher / ROBERTNEUN
Die Atelierterrassen bieten besondere Nutzungsmöglichkeiten. Foto: Philipp Obkircher / ROBERTNEUN

Werkturm

Auch beim zukünftigen Werkturm, dem Hochhaus des Ensembles, ist Flexibilität das Leitmotiv. Rund um den Gebäudekern entstehen nutzungsoffene Flächen – von der 1-Zimmer-Wohnung über Loft-Wohnung bis zum Großraumbüro ist und bleibt alles möglich. In der Vertikalen teilt sich der Werkturm in drei Teile: Unten der urbane Sockel, dessen Ecken nach innen verlaufen und so einen weichen Übergang schaffen zwischen öffentlicher Straße und Innenhof. Der mittlere Teil nutzt die gesamte Breite aus und eignet sich so für die Büro- und Ateliernutzung. Der obere Teil ab dem 6. OG bietet Balkone und ist daher attraktiv für die Wohnnutzung.

Freiräume

Drei unterschiedlich charakterisierte urbane Räume gestaltet das Berliner Atelier Loidl rund um die Gebäude der Kellogg-Höfe. Direkt an der Kreuzung Auf der Muggenburg / Stephanikirchenweide liegt der Hansatorplatz. Um trotz umlaufenden Verkehrs einen attraktiven Aufenthaltsort zu schaffen, wird die Fläche abgesenkt und als informeller, von Bäumen umschlossener Sportplatz konzipiert. Seitliche Tribünen und die Möglichkeit für zahlreiche Ballsportarten machen ihn auch für die umliegenden Schulen attraktiv.

Die grüne Kiezfuge verläuft, wie im Rahmenplan der Überseeinsel vorgesehen, als grüne Verbindung und Kaltluftschneise zwischen Europahafen und Weser. Spiel und Sport wie Streetball, Trampoline und Tischtennis stehen hier im Vordergrund.

Die Lage der künftigen Kellogg-Höfe. Foto: Philipp Obkircher / ROBERTNEUN
Die Lage der künftigen Kellogg-Höfe. Foto: Philipp Obkircher / ROBERTNEUN

Als dritter im Bunde liegt ein zentraler Werk- und Wohnhof inmitten des Gebäudekomplexes. Mit üppiger Vegetation und vielfältigen Orten verknüpft er die unterschiedlichen Baukörper zu einer Einheit.

"Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Architekturbüros und allen Beteiligten für dieses besondere Auswahlverfahren, das in jedem Schritt von einer offenen und zielgerichteten Gesprächskultur geprägt war. Nun freuen wir uns, zeitnah mit der Umsetzung zu beginnen", sagt Dr. Klaus Meier, Investor und Initiator der Überseeinsel, nach der Entscheidung.

Auch Dr. Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, sieht in den Entwürfen einen wertvollen Beitrag für das gesamte Areal: "Die Entwicklung der Überseeinsel ist mit dem Architekturwettbewerb zu den Kellogg-Höfen wieder ein ganzes Stück vorangekommen. Der Siegerentwurf von ROBERTNEUN mit den Atelierterrassen zeigt für mich eine ganz andere, spannende städtebauliche und architektonische Lösung. Diese wird die Überseeinsel in der Entwicklung sehr bereichern. Die Freiraumgestaltung vom Atelier Loidl ergänzt hervorragend den Hochbau, in dem beide Planungen ineinandergreifen. Diese Planungen zeigen, wie Angebote für verschiedenste Nutzungen zu einem lebendigen, bunten Quartier führen. Für die Umsetzung auch in schwierigen Zeiten wünsche ich viel Erfolg."

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen die Fotos zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Fotos: Philipp Obkircher / ROBERTNEUN
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Ansprechpartner für die Medien:

  • Jens Tittmann, Pressesprecher bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: jens.tittmann@umwelt.bremen.de
  • Johannes Aderholz, Überseeinsel GmbH, Tel.: (0421) 478777100, E-Mail: kontakt@ueberseeinsel.de