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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Jahresbericht 2024 der Gewerbeaufsicht liegt vor

21.01.2026

Am gestrigen Dienstag (20. Januar 2026) wurde der Jahresbericht 2024 der Gewerbeaufsicht des Landes Bremen im Rahmen der Deputation für Gesundheit, Pflege und Verbraucherschutz vorgestellt. Die Gewerbeaufsicht mit den Dienstsorten Bremen und Bremerhaven setzt sich für den Schutz von Beschäftigen, Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie der Umwelt ein. Dazu überprüfen die Mitarbeitenden die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Arbeits-, Umwelt- und Verbraucherschutz.

Dazu sagt Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz: "Dass Arbeitsschutzmaßnahmen Wirkung zeigen, lässt sich beispielsweise an den Arbeitsunfallzahlen ablesen, die in Bremen weiterhin rückläufig sind – und dass trotz mehr Beschäftigen. Dies ist auch der Verdienst der vielen hochmotivierten Mitarbeiter:innen der Gewerbeaufsicht, die bei ihrer täglichen Arbeit nicht nur über die Einhaltung von Vorschriften wachen, sondern auch stets beratend tätig sind. Ihnen gilt mein besonderer Dank."

Deutschlandweit nehmen die Unfallzahlen kontinuierlich ab – so auch im Land Bremen. Wurden im Jahr 2021 noch 8.053 Arbeitsunfälle registriert, ereigneten sich 2024 dagegen 6.964 meldepflichtige Unfälle in Betrieben, darunter auch zwei tödliche Arbeitsunfälle. Die meisten Unfälle gab es in der Logistik und dem verarbeitenden Gewerbe. 33,1 Prozent der Unfallopfer waren weiblich (2023: 23,8 Prozent).

Ein unerlässlicher Beitrag zum Arbeitsschutz sind Betriebs- und Baustellenbesichtigungen. 2024 wurden 1389 Betriebe und 422 Baustellen umfassend besichtigt, das waren 20 Prozent mehr als 2023 (810 Betriebs- und 309 Baustellenbesichtigungen). Nur in 17 Prozent der Fälle mussten Betriebe und Baustellen mehrfach aufgesucht werden, meist aufgrund von Beschwerden oder Unfällen. Bei rund 60 Prozent aller Kontrollen wurden Mängel im Arbeitsschutz festgestellt. Dazu zählten unter anderem unzureichende Arbeitsschutzorganisation, fehlende Gefährdungsbeurteilungen, nicht ausreichend gewartete Arbeitsmittel oder Verstöße gegen die Arbeitszeitregelungen. 2,8 Prozent aller festgestellten Verstöße führten zu Bußgeldern, Verwarnungen oder Strafanzeigen. 2024 gab es insgesamt 1963 Beratungen und Stellungnahmen, wurden 1001 Anfragen, Anzeigen und Mängelmeldungen bearbeitet und 430 Genehmigungen und Erlaubnisse erteilt.

Dass die Gewerbeaufsicht die Kontrollen 2024 erheblich steigern konnte, lag auch an einem Personalzuwachs von insgesamt 4,5 Stellen im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt waren 61,3 Vollzeitstellen mit 66 Mitarbeitenden besetzt, davon 32,7 Stellen im Außendienst (Stichtag: 30.06.2024).

Zu den vielfältigen Aufgaben der Gewerbeaufsicht zählt auch der Verbraucherschutz. Als Marktüberwachungsbehörde ist sie zuständig für die Überprüfung der Sicherheit und Qualität von Konsumgütern. Dafür arbeitet die Behörde eng mit dem Zoll zusammen und überwacht unter anderem gezielt relevante Internetangebote oder über Bremerhaven eingeführte Produkte. In Einzelfällen erfolgen auch Überprüfungen im Einzelhandel oder bei Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, insbesondere nach Unfällen mit Arbeitsmitteln. 2024 lagen die Schwerpunkte der Überprüfungen unter anderem auf Babyrasseln, Schwimmflügeln für Kinder und Lasergeräten. Mehr als 50 Prozent der 190 untersuchten Produkte wiesen Mängel auf. So hielten Schwimmflügel in einigen Fällen nicht dicht, es fehlten Warn- oder Gebrauchshinweise oder es bestand bei Spielzeugen die akute Gefahr des Verschluckens kleiner Teile.

Der Jahresbericht 2024 der Gewerbeaufsicht des Landes Bremen ist hier abrufbar: www.gesundheit.bremen.de

Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de