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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Hochwasserschutz ist für Bremen existentiell

Senatorin Kathrin Moosdorf besucht Deichschau am linken Weserufer

17.10.2023

Etwa 80 Kilometer Deichlinie schützen die Stadt Bremen vor Hochwasser. Die Deichverbände rechts und links der Weser nehmen jedes Jahr vor der Sturmflutsaison die Deiche in den Blick, um Schäden an den Bauwerken zu entdecken. Die Deichschauen sind damit sehr wichtig, um den Hochwasserschutz zu gewährleisten. Heute (17. Oktober 2023) hat der Bremische Deichverband am linken Weserufer den ersten Abschnitt zwischen dem Ochtum-Sperrwerk und der B75 inspiziert. Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Kathrin Moosdorf, hat die Sachverständigen auf einem Stück des Weges begleitet und sich über den aktuellen Stand beim Hochwasserschutz informiert.

 Senatorin Kathrin Moosdorf im Gespräch mit dem Verbandsvorsteher des Deichverbandes am linken Weserufer, Ralf Hagens auf der Deichschau in der Nähe des Ochtumsperrwerks.
Senatorin Kathrin Moosdorf im Gespräch mit dem Verbandsvorsteher des Deichverbandes am linken Weserufer, Ralf Hagens auf der Deichschau in der Nähe des Ochtumsperrwerks.

"Ich möchte den vielen ehren- und hauptamtlich Engagierten danken", so Kathrin Moosdorf bei ihrem Besuch. "Sie leisten einen wichtigen Beitrag dafür, dass die Deiche im Fall des Falles sicher sind. Mehr als eine halbe Million Menschen im Land Bremen sind unmittelbar hochwassergefährdet. Mit Blick auf den Klimawandel und den damit verbundenen steigenden Pegelständen wird klar: Hochwasserschutz ist für mein Ressort und für die Deichverbände eine Herausforderung, der wir uns sehr konzentriert und konsequent widmen."

Der Bericht des Weltklimarates von 2019 sagt für die kommenden Jahre voraus, dass der Meeresspiegel aufgrund der Klimakrise deutlich schneller und deutlich höher ansteigen wird, als nur wenige Jahre zuvor angenommen. Daher müssen auch im Land Bremen die Deiche noch deutlicher erhöht werden. Aktuell geschieht das in Bremen Rablinghausen. Der Deichverband am linken Weserufer erhöht hier auf einer Strecke von knapp zwei Kilometern den Deich um bis zu 75 Zentimeter, hinzu kommt eine Ausbaureserve von weiteren 75 Zentimetern. Dazu der Verbandsvorsteher Ralf Hagens: "Unsere Deiche sind heute in einem guten Zustand. Wir müssen sie allerdings für die Zukunft weiter erhöhen. Denn eins muss uns allen klar sein: Wir bekommen es mit deutlich höheren Wasserständen als heute zu tun. Der Weltklimarat sagt voraus, dass der Meeresspiegel in den kommenden einhundert Jahren um einen Meter steigen wird. Hinzu kommen häufiger auftretende Sturmfluten. Daran müssen wir uns konsequent anpassen."

Das gilt auch für das andere Weserufer. So erhöht der Bremische Deichverband am rechten Weserufer in Blumenthal einen Deichabschnitt an der Bremer Wollkämmerei. Zentral ist außerdem der Ausbau der sogenannten Stadtstrecke. Auf knapp drei Kilometern soll der innenstadtnah gelegene Deich am linken Weserufer erhöht und umgestaltet werden. Gleichzeitig entstehen durch den Umbau begrünte Terrassen, sichere Fahrradwege und breite Promenaden. 180 Bäume sollen im Rahmen der Umgestaltung neu gepflanzt werden. Die Aufenthaltsqualität am linken Weserufer erhöht sich durch die Maßnahme deutlich.

"Das Land Bremen und der Bund geben sehr viel Geld für höhere Deiche aus, um die Menschen in Bremen und Bremerhaven vor Hochwasser zu schützen," so die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Kathrin Moosdorf. "Das ist alternativlos, wollen wir Leib und Leben und Hab und Gut schützen. Ich danke daher dem Bund für die bisher sehr verlässliche Zusammenarbeit und wünsche mir das auch für die Zukunft." Bauvorhaben zum Hochwasserschutz werden vom Bund zu 70 Prozent finanziert, das Land Bremen übernimmt den Rest. Bis zum Jahr 2040 rechnet das Land Bremen nach derzeitigem Stand mit einem Investitionsbedarf von mehr als 300 Millionen Euro.

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Ansprechpartnerin für die Medien:
Ramona Schlee, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96269, E-Mail: ramona.schlee@umwelt.bremen.de