Im Kinder- und Familienzentrum Marßel, einer Einrichtung von KiTa Bremen, ist vermutlich Schweinefleisch ohne entsprechende Kennzeichnung ausgegeben worden. Der Träger KiTa Bremen hat zusammen mit der Kitaleitung unverzüglich ein Prüfverfahren und rechtliche Schritte eingeleitet.
Die Senatorische Behörde für Kinder und Bildung und KiTa Bremen nehmen den Schutz der Kinder sowie die Berücksichtigung religiöser und kultureller Ernährungsgewohnheiten sehr ernst.
Es handelt sich hierbei um einen bedauerlichen Einzelfall, der ausschließlich im Kinder- und Familienzentrum Marßel aufgetreten ist. In anderen Einrichtungen von KiTa Bremen sind keine vergleichbaren Vorfälle bekannt.
"Das Wohl der Kinder und das Vertrauen der Familien stehen für uns an oberster Stelle. Für den Fehler möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen", betont Uwe Kathmann, Geschäftsführer und kaufmännischer Leiter bei KiTa Bremen. "Wir legen größten Wert darauf, religiöse und kulturelle Ernährungsgewohnheiten zu respektieren. Die getroffenen Maßnahmen dienen dazu, vergleichbare Vorfälle künftig auszuschließen. Darüber hinaus werden alle Mitarbeitenden bei KiTa Bremen erneut für die Bedeutung der Kennzeichnungspflicht und die konsequente Einhaltung unserer Standards sensibilisiert."
Im Rahmen eines Elternabends Anfang Mai werden die Eltern des Kinder- und Familienzentrums Marßel umfassend informiert, offene Fragen beantwortet und weitere Maßnahmen gemeinsam erörtert.
Grundsätzlich verfügt Kita Bremen über ein Ernährungskonzept, das auf besondere Bedarfe in der Ernährung von Kindern eingeht. Der Umgang mit Schweinefleisch ist im Ernährungskonzept von KiTa Bremen geregelt. Dieses Konzept stellt den verbindlichen Rahmen für die Kitaleitungen und die Mitarbeitenden in der Küche dar. Als Träger sensibilisiert KiTa Bremen alle Einrichtungen auf verschiedenen Ebenen, etwa in regionalen Dienstbesprechungen, Küchenleitungstreffen und ähnlichen Anlässen und Möglichen.
Fleisch und Fleischerzeugnisse werden an maximal einem Tag in der Woche angeboten. Weißes Fleisch wie Geflügel wird bevorzugt verwendet, da es unter gesundheitlichen Aspekten günstiger zu bewerten ist als rotes Fleisch, zum Beispiel von Schwein, Rind, Schaf und Lamm.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Patricia Brandt, Pressesprecherin beim Senator für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: patricia.brandt@bildung.bremen.de