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Helfen statt Ausgrenzen – am 26. Januar ist Welt-Lepra-Tag

Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe wirbt um Unterstützung für Betroffene

09.01.2014

Seit dreißig Jahren ist Lepra heilbar und trotzdem ist die Krankheit bis heute vor allem in Afrika ein großes Problem. Jährlich erkranken laut Deutscher Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) mehr als 230.000 Menschen neu und die Dunkelziffer ist hoch. Um für diese Problematik Bewusstsein zu schaffen und Hilfe für Betroffene zu mobilisieren, ist am Sonntag, 26. Januar Welt-Lepra-Tag.

Lepra ist die wohl am meisten stigmatisierte Krankheit der Welt, bereits in der frühen Geschichte war sie als Armenkrankheit geächtet. Betroffene wurden aus ihrer Gemeinschaft ausgestoßen und mussten als Aussätzige leben. Dieses Schicksal ereilt noch immer zahlreiche Erkrankte und Geheilte, die sichtbare Folgeschäden der Krankheit haben. Deshalb versuchen Betroffene oftmals, ihre Erkrankung zu verbergen und gehen aus diesem Grund nicht zu einer Untersuchung. Dabei ist Lepra bei einer frühen Erkennung und medikamentösen Behandlung problemlos zu heilen, betont die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, und ab der ersten Medikation ist der Betroffene nicht mehr ansteckend.

Um dieser Stigmatisierung entgegenzuwirken ruft die DAHW zum Welt-Lepra-Tag am 26. Januar zur Unterstützung auf. Die DAHW leistet Aufklärungsarbeit, behandelt Erkrankte und hilft Geheilten mit der Unterstützung von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern ein normales Leben zu führen. Ein zentrales Anliegen der Organisation ist dabei der Abbau von Vorurteilen gegenüber Betroffenen, damit diese nicht mit dem Stigma der Krankheit leben müssen. Die Arbeit des DAHW gestaltet sich aufgrund mangelnder Infrastruktur und vergleichsweise schlecht ausgebauten Gesundheitssystemen oftmals als schwierig, gerade deshalb ist Unterstützung von außen für die Organisation so wichtig.