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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Gesundheitsressort geht gegen "Konversionsbehandlungen" vor

Betroffene werden ermutigt, sich zu melden

15.07.2026

"Konversionsbehandlungen" können zu erheblichen gesundheitlichen Problemen bis hin zum Suizid führen. Sie sind bei unter 18-Jährigen und Personen, deren Einwilligung auf einem Willensmangel beruhte, strafbar. Bereits für das Werben, Anbieten oder Vermitteln droht eine Geldbuße von [LKH(1.1]bis zu 30.000 Euro. Die Zuständigkeit für diese Bußgeldbußverfahren wurde nun per Verordnung der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz zugeordnet. Betroffene können sich bei der senatorischen Behörde melden.

Sogenannte Konversionsbehandlungen zielen auf die Veränderung oder Unterdrückung der sexuellen Orientierung oder der selbstempfundenen geschlechtlichen Identität ab. Sie richten sich vor allem an Jugendliche und werden außer in heilkundlichen auch in religiösen und weltanschaulichen Kontexten angeboten. Schätzungen zufolge gibt es pro Jahr deutschlandweit 1.000 bis 2.000 Betroffene.

Dazu sagt Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz: "Meinen Mitarbeiter:innen und mir ist sehr bewusst, welche Überwindung eine solche Anzeige kosten kann. Dennoch möchte ich Betroffene ermutigen, sich zu melden, damit gegen entsprechende Praktiken und gegen diejenigen, die sie anbieten, vermitteln oder durchführen, vorgegangen werden kann."

Schaden droht allerdings nicht nur, wenn es tatsächlich zur Durchführung einer Konversionsbehandlung kommt: Bereits die Konfrontation mit einem entsprechenden Angebot ist geeignet, Betroffenen das diskriminierende Gefühl einer Behandlungsbedürftigkeit ihrer sexuellen Orientierung oder selbstempfundenen geschlechtlichen Identität zu vermitteln. Diese zum Teil erheblichen negativen psychischen Folgen gilt es zu vermeiden.

Betroffene, denen gegenüber für Konversionsbehandlungen geworben wurde, denen diese angeboten oder vermittelt wurden, können sich beim Gesundheitsressort melden, und zwar per Mail an ann-kathrin.kunzmann@gesundheit.bremen.de. Ein sensibler Umgang der zuständigen Personen wird zugesichert.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de

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