TippTapp BiG für geflüchtete Familien ergänzt die bestehenden Programme
20.03.2026Schwangere und Familien mit Säuglingen stehen insbesondere in Gemeinschaftsunterkünften vor besonderen gesundheitlichen und psychosozialen Herausforderungen. Da die bereits etablierten Programme TippTapp und TippTapp pre des Gesundheitsamtes Bremen geflüchtete Familien nicht bedarfsgerecht berücksichtigen können, wurde das Projekt "TippTapp BiG – Beratung in Gemeinschaftsunterkünften für Schwangere und Familien mit Säuglingen" entwickelt.
Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, betont: "Mit TippTapp BiG schaffen wir einen Beitrag zur gesundheitlichen Chancengleichheit und Integration von geflüchteten Familien. Ziel ist es, die elterliche Kompetenz zu fördern und allen Kindern von Geburt an die Chance auf eine gute Teilhabe und ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen – unabhängig davon, wie herausfordernd die Lebensumstände gerade sind."
TippTapp BiG richtet sich an Schwangere und Familien mit Säuglingen, die in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete in Bremen leben, insbesondere an alleinerziehenden Frauen. Mit dem neuen Angebot sollen die elterliche Gesundheitskompetenz und die Einbettung in soziale Strukturen gefördert werden.
Im Zuge des Projekts TippTapp BiG werden vor Ort in den Unterkünften Gruppenangebote für Schwangere sowie Eltern-Kind-Gruppen zu den Themen Ernährung, Bewegung, Medien und Sprache durch Gesundheitsfachkräfte praxisnah gestaltet. Es werden Spiel-, Bewegungs- und Interaktionsanreize vermittelt, alltagspraktischer Alternativen zu digitalen Medien vorgestellt und über eine gesunde Ernährung informiert. Die beteiligten Gesundheitsfachkräfte sind in Kultur- und Traumasensibilität geschult und können an weitere Unterstützungsangebote vermitteln.
Gefördert wird das Projekt vom Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) im Auftrag der Ersatzkassen sowie durch Mittel der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, das insbesondere für das Personal im Gesundheitsamt eingesetzt wird. Ende März 2026 starten die ersten Beratungsangebote in Übergangswohnheimen. Langfristig sollen in bis zu 16 Unterkünften für die kommenden zwei Jahre regelmäßig Eltern-Kind-Angebote sowie Gruppenangebote für Schwangere angeboten werden.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de