Am 28. Mai wird der Internationale Tag der Frauengesundheit begangen. Seit 1987 steht an diesem Tag die physische sowie die psychische Gesundheit von Frauen im Fokus. Gesundheits- und Frauensenatorin Claudia Bernhard macht anlässlich des morgigen internationalen Tags der Frauengesundheit auf noch immer bestehende gesundheitliche Bedrohungen für Frauen und auf die gefährlichen Ungleichheiten bei der Betrachtung gesundheitlicher Probleme aufmerksam.
Dazu Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz Claudia Bernhard: "Weltweit und auch in Deutschland gibt es erhöhte gesundheitliche Risiken für Frauen. Der Grund dafür ist klar: Frauen werden in der Gesundheits- und Medizinforschung nach wie vor seltener berücksichtigt als Männer. Doch viele Erkrankungen äußern sich bei Frauen anders als bei Männern. Dadurch können Symptome bei Frauen übersehen oder sogar fehlinterpretiert werden. Eine geschlechtersensible medizinische Behandlung, Forschung und Lehre sowie Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention sind deswegen unerlässlich und müssen weiter vorangetrieben werden."
Ein Beispiel für eine solche Fehlinterpretation ist bis heute der Herzinfarkt. Während bei Männern ein Herzinfarkt meist Symptome wie starke, stechende Brustschmerzen, die in den linken Arm ausstrahlen, hervorruft, zeigen Frauen häufiger atypische Symptome wie Übelkeit, Müdigkeit oder Oberbauchschmerzen.
"Genau diese Unterschiede werden in der Gesundheitsversorgung jedoch häufig nicht abgebildet. Dazu kommen frauenspezifische Krankheitsbilder wie Endometriose, die bis heute nur sehr schlecht erforscht sind", betont Senatorin Bernhard.
Mit einem Beschluss der Konferenz der Gesundheitsministerinnen und -minister und -senatorinnen und -senatoren (GMK) im Juni 2025 hatte Senatorin Claudia Bernhard gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen aller Länder das Bundesgesundheitsministerium aufgefordert, den Fokus stärker auf gendersensible Medizin zu legen und entsprechend auch die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischen Fachberufen zu reformieren.
Mittlerweile wurde durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die geschlechtersensible Medizinforschung, die künftig passgenauere Behandlungen für alle Geschlechter ermöglicht, zu einem Schwerpunkt des Wissenschaftsjahres 2026 ausgerufen. Zur Reduzierung des Gender Data Gap werden noch bis Ende 2026 insgesamt 43 Forschungsprojekte mit rund 5,7 Millionen Euro gefördert.
Auch auf der anstehenden GMK am 10. und 11. Juni 2026 in Hannover wird Frauengesundheit Thema sein. Dabei geht es explizit um Prävention und Versorgung von Herz-Kreislauf-Gesundheit von Frauen. Als Mitantragssteller unterstützt Bremen die Position, dass Handlungsbedarf besteht und verstärkt über die unterschiedlichen Symptome und Verläufe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgeklärt werden muss.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de