Sie sind hier:
  • Fortschritte bei Qualität und Teilhabe in der Kindertagesbetreuung

Der Senator für Kinder und Bildung

Fortschritte bei Qualität und Teilhabe in der Kindertagesbetreuung

24.03.2026

Das Land Bremen zieht eine positive Bilanz aus dem aktuellen fünften Monitoringbericht zum KiQuTG 2025 (Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Verbesserung der Teilhabe in der Kindertagespflege, auch: Gute-Kita-Gesetz) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der Bericht wurde dem Senat in seiner heutigen Sitzung (24. März 2026) vorgelegt.

Der Bericht dokumentiert für die Jahre 2023 und 2024 erhebliche Fortschritte bei der Weiterentwicklung der Qualität in der frühkindlichen Bildung sowie bei der Verbesserung der Teilhabe in der Kindertagesbetreuung.

Bremen hat laut Monitoringbericht die durch das KiTa-Qualitätsgesetz bereitgestellten Mittel gezielt und wirksam eingesetzt, um zentrale Handlungsfelder nachhaltig zu stärken. Insbesondere die Bereiche Personalausstattung, Fachkräftegewinnung sowie Sprach- und Bewegungsförderung zeigen deutliche Verbesserungen.

Mark Rackles, Senator für Kinder und Bildung: "Mit mehr Fachkräften, besseren Betreuungsverhältnissen und gezielter Sprachförderung setzen wir in Bremen Maßstäbe für frühkindliche Bildung. Bremen wird den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen. Ziel bleibt es, die Qualität der Kindertagesbetreuung weiter zu verbessern und allen Kindern – unabhängig von ihrer Herkunft – bestmögliche Bildungs- und Teilhabechancen zu eröffnen."

Gesteigerter Fachkraft-Kind-Schlüssel

Ein zentraler Qualitätsindikator – der Fachkraft-Kind-Schlüssel – konnte laut Monitoringbericht spürbar verbessert werden. Im bundesweiten Vergleich erreicht das Land Bremen hier Spitzenwerte: In Krippengruppen (U3) sank die Zahl der Kinder pro Fachkraft im Jahr 2024 auf 3,1 (2023: 3,4; Bundesdurchschnitt 3,8); In Kindergartengruppen (Ü3) auf 6,5 (2023: 7,1; Bundesdurchschnitt 7,5). Damit liegt Bremen im Ländervergleich jeweils auf dem zweiten Platz. Insbesondere Einrichtungen in sozial benachteiligten Quartieren profitieren weiterhin von zusätzlichen Personalstunden.

Gezielte Fachkräftegewinnung zeigt Wirkung
Bremen verzeichnet zudem im bundesweiten Vergleich laut Monitoringbericht das stärkste Wachstum beim pädagogischen Personal (+7,6 Prozent). Die gezielten Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung und -bindung zeigen dabei deutliche Erfolge:

  • 30,7 Prozent mehr staatliche Anerkennungen als Erzieherin/Erzieher (im Zeitraum 2020–2024)
  • steigende Ausbildungszahlen in allen sozialpädagogischen Berufen
  • Innovative Programme wie "IQsA" erschließen neue Zielgruppen, insbesondere internationale berufserfahrene Fachkräfte.

Flankiert werden diese Maßnahmen durch gezielte Öffentlichkeitskampagnen wie "Mach Dein Ding", die relevante Zielgruppen direkt anspricht.

Mehr Qualität bei Ernährung und Bewegung

Auch im Handlungsfeld Förderung der frühkindlichen Entwicklung, Gesundheit, Ernährung und Bewegung wurden laut Monitoringbericht wichtige Programme umgesetzt. Seit August 2023 wird ein überwiegend bio-regionales Frühstücksangebot in den Kindertagesstätten unterbreitet. Mehr als 24.000 Kinder in Bremen und Bremerhaven profitierten davon. Seit 2025 wird das Frühstück nach DGE-Standards weiterhin in Einrichtungen in benachteiligten Quartieren angeboten.

Sprachförderung systematisch gestärkt
Bremen hat die sprachliche Bildung in den Kindertagesstätten im Berichtszeitraum konsequent weiterentwickelt. Beispiele sind:

  • Einführung und Ausbau des Beobachtungsinstruments "BaSiK", mit dem Fachkräfte die sprachliche Entwicklung jedes Kindes systematisch beobachten, dokumentieren und gezielt fördern können
  • Sicherstellung der Weiterführung der Sprachförderung trotz Wegfall von Bundesprogrammen
  • Zunahme mehrsprachiger Materialien und stärkere Einbindung von Herkunftssprachen.

Damit wird sprachliche Bildung frühzeitig und systematisch in den Alltag der Einrichtungen integriert.

Der Monitoringbericht des Bundesfamilienministeriums bestätigt, dass Bremen die Möglichkeiten des KiQuTG gezielt genutzt und wesentliche Fortschritte erzielt hat. Der Fokus lag in den vergangenen Jahren auf dem Ausbau von Betreuungsplätzen, um allen Kindern einen Zugang zu frühkindlicher Bildung und Teilhabe zu ermöglichen.

Die Maßnahmen wirken sowohl auf struktureller Ebene als auch direkt im Alltag der Kinder und Fachkräfte. "Die Freie Hansestadt Bremen nutzt die durch das KiQuTG eröffneten Handlungsspielräume aktiv, um die Qualität der frühkindlichen Bildung weiter zu stärken – mit konkreten Maßnahmen, strukturellen Weichenstellungen und einer klaren strategischen Ausrichtung", so das Fazit des Berichts.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Patricia Brandt, Pressesprecherin beim Senator für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: patricia.brandt@bildung.bremen.de