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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Food Hub HANSE KITCHEN schafft neue Möglichkeiten für Start-ups

Gründungszentrum für die Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft bietet Infrastruktur, Partner-Netzwerke und Beratungsmöglichkeiten

24.11.2021

Um die Nahrungsmittelkompetenz des Landes Bremen weiter auszubauen und zu stärken, setzt Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, einen neuen Impuls: ein Gründungszentrum für die Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft. Die "HANSE KITCHEN", Bremens Food Hub, wird heute, am 24. November, durch die Senatorin eröffnet.

Zwei Standorte werden dafür genutzt, die BECK’STAGE in der ÖVB-Arena als Produktionsküche sowie das Food Studio als Entwicklungsküche – zusammen schaffen sie völlig neue Möglichkeiten für Food Start-ups in Bremen. Durch die HANSE KITCHEN haben Gründerinnen und Gründer die notwendige Infrastruktur zur Produkt- und Rezept-Entwicklung, Produktion, Lagerung und Analyse ihrer Lebensmittel-Produkte wie auch Co-Working-Spaces, spezifische Partner-Netzwerke und Beratungsmöglichkeiten.

"Das Land Bremen steht für Innovation – und verbindet als Hansestadt eine lange Tradition in der Lebensmittelwirtschaft. Die HANSE KITCHEN ist ein neuer wichtiger Baustein für eine starke und kreative Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft im Land Bremen und wird die Attraktivität des Standorts weiter erhöhen und bekannter machen", sagt Kristina Vogt, Bremens Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. "Ich bin schon sehr gespannt, welche weiteren neuen Produkte aus Bremen wir in Zukunft regional und überregional haben werden. Die Qualität bremischer Produkte kann sich sehen lassen und braucht keinen Vergleich zu scheuen."

Perspektivisch ist eine Zusammenführung des Angebots an einem Standort in der Überseestadt geplant, sodass Start-ups die notwendige Infrastruktur an einem Ort vorfinden können. Bis dahin können sie sich an diesen zwei Orten einmieten. Je nach dem, was gerade benötigt wird: Die temporäre Nutzung von professioneller Technik für die Produktion kleinerer Chargen. Die perfekte Darstellung des neu entwickelten Produkts im richtigen Licht und mit der notwendigen Technik für die eigene Website oder Social Media-Kanäle. Oder einfach der Austausch mit anderen Start-ups, ein beratendes Gespräch bis hin zur Nutzung geeigneter Räumlichkeiten beispielsweise für Tasting-Events.

Der Umsetzung gingen ausgiebige Analysen voran – darunter eine detaillierte Branchenanalyse der Universität Bremen, eine Machbarkeitsstudie sowie ein Konzept, das all diese Ergebnisse zusammengeführt hat, um einen nachhaltigen Ansatz für die Umsetzung zu verfolgen. Mit dem Konzept soll eine branchenbezogene inhaltliche Food-Start-up-Förderung eingerichtet werden, mit der bestehende Angebote wie die des Starthauses ergänzt und die Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen und vielen weiteren Akteuren der Nahrungs- und Genussmittelbranche gefördert werden. Für die Umsetzung wurde die M3B mit ihrer Expertise in der Umsetzung von Großprojekten in der Lebensmittelbranche ins Boot geholt, wie auch Christian Holz als Food Experte aus Bremen.

Food Hub Definition:
Unter einem Food Hub ist im Allgemeinen eine Art Zentrum zu verstehen, das die Infrastruktur zur Produktion, Lagerung und Vermarktung schafft oder erleichtert. Der Idee zur Schaffung solcher Zentren und gezielten Ausrichtung auf Start-ups aus der Nahrungs- und Genussmittelbranche kam vor wenigen Jahren aus den USA nach Deutschland. Je nach Standort gibt es unterschiedliche Schwerpunkte: mal technologisch, regional oder gastronomisch orientiert. Das Bremer Food Hub HANSE KITCHEN soll Start-ups aus verschiedenen Produktbereichen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie ansprechen, die von der Idee bis zum fertigen Produkt begleitet werden.

Ansprechpartner für die Medien:
Christoph Sonnenberg, Stellvertretender Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Tel.: (0421) 361-82909, E-Mail: christoph.sonnenberg@wae.bremen.de