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Der Senator für Kultur

Focke-Museum erhält 1. Preis "ZukunftsGut 2022" für beste urbane institutionelle Kulturförderung

28.10.2022

"ZukunftsGut" – so heißt Deutschlands erster und höchst dotierter Preis für institutionelle Kulturförderung. Die Auszeichnung wurde am Donnerstag, dem 27. Oktober 2022 in Frankfurt am Main zum dritten Mal von der Commerzbank-Stiftung vergeben. Und eine der insgesamt sechs prämierten Kultureinrichtungen ist das Bremer Focke-Museum. Dabei erhielt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte am Abend in der Kategorie „Urbaner Raum“ sogar einen der zwei ersten Preise, die jeweils mit 25.000 Euro ausgezeichnet wurden. Weitere Preisträger sind das Theater Tempus fugit aus Lörrach, das Consol Theater Gelsenkirchen, das jüdische Museum Rendsburg, das Konzerthaus Dortmund und die Eisfelder Sommerkonzerte.

Die Direktorin des Focke-Museum, Prof. Dr. Anna Greve (2. von rechts), nimmt den 1. Preis von Klaus-Peter Müller, Stiftungsratsvorsitzender Commerzbank-Stiftung (re.), entgegen. Foto: Jörg Puchmüller
Die Direktorin des Focke-Museum, Prof. Dr. Anna Greve (2. von rechts), nimmt den 1. Preis von Klaus-Peter Müller, Stiftungsratsvorsitzender Commerzbank-Stiftung (re.), entgegen. Foto: Jörg Puchmüller

Der Preis "ZukunftsGut", so die Commerzbank-Stiftung, zeigt wesentliche Entwicklungen innerhalb der Kulturlandschaft. Neben der für den Preis konstitutiven strukturell verankerten und strategisch ausgerichteten Kulturvermittlung im eigenen Haus machten die Preisträger des Jahres 2022 deutlich, wie kulturelle Bildung in Städten, Kommunen und im ländlichen Raum gelingen kann. Im Mittelpunkt stehe hier die nachhaltige Zusammenarbeit mit einer diversen Community, um Kultureinrichtungen sichtbar und relevant zu machen.

Das Focke-Museum in Bremen konnte sich hierbei als Ort kultureller und identitätsstiftender Teilhabe durchsetzen, bei dem sich Initiativen, Schulen, Familien und viele mehr aktiv begegnen. Hervorgehoben werden vor allem das klassische kulturelle Erbe und die (im)materiellen Spuren, die Menschen im Laufe der Geschichte in der Stadt hinterlassen haben. Dabei habe sich das Museum sehr bewusst und transparent auf den Weg gemacht, sich zu öffnen, um einen inklusiven und relevanten Ort für unterschiedliche Gruppen zu gestalten. Der Preis wurde laut der Laudatorin Prof. Dr. Birgit Mandel (Leiterin der Hauptjury) auch und insbesondere als Unterstützung für die derzeitige Neuaufstellung des Focke-Museums verliehen. Der laufende Transformationsprozess sieht eine komplette Neukonzeption der Dauerausstellung vor, in die mehr Alltagskultur und Migrationsgeschichte einfließen soll. Und gerade dafür braucht man laut Mandel eben etwas "Unterstützung und einen langen Atem".

Kultursenator und Bürgermeister Andreas Bovenschulte zu der Auszeichnung durch die Commerzbank-Stiftung: "Ich gratuliere Direktorin Anna Greve und ihrem gesamten Museumsteam zu diesem 1. Preis sehr herzlich und freue mich, dass die Jury damit das herausragende Engagement des Museums würdigt. Denn das Focke-Museum ist im Grunde genommen gerade dabei, sich neu zu erfinden. Das wird zum Beispiel sichtbar in der Neugestaltung der Sammlungsausstellung, die durch den An- und Umbau ab 2023 möglich wird, aber auch durch den eigens ins Leben gerufenen Bürger- und Bürgerinnenbeirat, der aktuelle Themen, Ideen und Ansprüche an ‚sein‘ Landesmuseum formulieren kann und die dann im Stadtlabor behandelt werden können. Dass dieses Engagement auch außerhalb Bremens gesehen und sogar prämiert wird, empfinde ich als eine große Motivation für das gesamte Museumsteam, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen."

Informationen zur Commerzbank-Stiftung unter www.commerzbank-stiftung.de

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Ansprechpartner für die Medien:
Werner Wick, Pressesprecher beim Senator für Kultur, Tel.: (0421) 361-16173, E-Mail: werner.wick@kultur.bremen.de