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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Erstes Quartiersbildungszentrum an der Robinsbalje geht an den Start

10.11.2010

Die Kinder der Grundschule an der Robinsbalje in Huchting haben bereits ihre neuen Klassenräume in Beschlag genommen und genießen das Mittagessen in der freundlich-hellen Mensa. Heute haben Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper, Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter und Bausenator Dr. Reinhard Loske das Gebäude während einer Feierstunde offiziell an die neuen Nutzer übergeben. Immobilien Bremen hat das zweigeschossige und barrierefreie Zentrum nach einer Planungs- und Bauzeit von zweieinhalb Jahren fertiggestellt.

Dabei handelt es sich einerseits um das Quartiersbildungszentrum, ein Netzwerk rund um die Grundschule und die Kindertagesstätte Robinsbalje, an dem mehrere Kooperationspartner – darunter Kita Bremen, der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst und das Haus der Familie – beteiligt sind. Andererseits bietet der Neubau zusätzliche Räume für die 2007 zur Ganztagsschule erweiterte Grundschule Robinsbalje, die nun über den dringend benötigten Platz verfügt, um alle Klassen ganztags versorgen und den Kindern auch ein Mittagessen anbieten zu können.

Das Quartiersbildungszentrum wurde nach dem Vorbild der niederländischen „Vensterscholen“ mit dem Ziel gegründet, die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern durch ein intensives Freizeit- und Beratungsangebot zu verbessern. Dazu gehören Sprach- und Sportförderung, Gesundheits- und Sozialberatung sowie kulturelle Veranstaltungen. Das im Auftrag der Senatorin für Bildung und Wissenschaft mit Unterstützung der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesund-heit, Jugend und Soziales und des Senators für Bau und Umwelt, Verkehr und Europa errichtete Gebäude soll ein Treffpunkt im Viertel werden. Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper dankte allen Beteiligten für ihre Unterstützung und unterstrich: „Dies ist ein wichtiger Tag für Huchting, die Attraktivität des Stadtteils wird wesentlich verbessert. Das kommt den Familien direkt vor Ort zugute“.
Sozialsenatorin Rosenkötter ergänzte: „Ich freue mich, dass wir hier im Quartiersbildungszentrum gleichzeitig auch die zwölfte Außenstelle des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes eröffnen können. Soziale Beratung, Gesundheitsförderung und Bildung sind hier in beispielhafter Weise vernetzt.“

Der nach Plänen des Bremer Büros Westphal Architekten BDA errichtete Neubau, dessen Fassade mit türkis- und olivfarbigen Glaselementen abgesetzt wurde, umfasst eine Mensa mit angrenzender Küche, Gruppen- und Beratungsräume sowie Klassenzimmer für die Erweiterung der Grundschule. Das Gebäude wird durch ein zweigeschossiges Glasfoyer erschlossen, das quasi als Verbindungsstück für alle Funktionsebenen dient und dabei Blickkontakte in alle Bereiche ermöglicht.

Vom Foyer aus geht es auch direkt in die helle, von drei Seiten verglaste Mensa und weiter in die Küche, die für 500 Essen täglich ausgelegt worden ist. Die Mensa, konzipiert als gesellschaftlicher Mittelpunkt des Quartiersbildungszentrums, dient der Mahlzeitenversorgung der Schulkinder und steht zudem für Aktivitäten des Stadtteils zur Verfügung. Außerdem sind im Erdgeschoss zwei Klassenzimmer und ein Förderraum für die Grundschule sowie Sanitäranlagen zu finden.

Eine Innentreppe vom Foyer gewährleistet den Zugang in drei weitere Schulräume im Obergeschoss. Hier ist auch das eigentliche Quartiersbildungszentrum untergebracht worden, das über eine eigene Außentreppe von der Robinsbalje aus erreicht werden kann. Zu dieser Einrichtung gehören zwei Gruppenräume sowie fünf Beratungsbüros und ein wiederum verglaster Vorraum mit Wartezone und Durchblick in das zweigeschossige Foyer.

Die Bausumme in Höhe von 3,5 Millionen Euro ist überwiegend durch Mittel aus dem Ganztagesschulen- sowie dem Sanierungsprogramm und durch Impuls-Mittel finanziert worden. Hinzu kamen 1,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE-Mittel), mit denen der Bau des Quartiersbildungszentrums unterstützt worden ist.