Sie sind hier:

Senatskanzlei | Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation

Enge Zusammenarbeit für Europas Raumfahrt

Bürgermeister Bovenschulte und Senatorin Vogt informieren sich bei der ESA in Noordwijk

06.02.2026

Ob Satellitentechnik, Sicherheitstechnologie, Erdbeobachtung oder planetare Missionen in die Tiefen des Alls: Im European Space Research and Technology Centre (ESA/ESTEC) wird Europas Raumfahrtzukunft entwickelt. Im Rahmen seiner ersten Auslandreise als Bundesratspräsident hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte sich gestern (Donnerstag, 5. Februar 2026) vor Ort über aktuelle Projekte und technologische Innovationen der European Space Agency (ESA) informiert. Begleitet wurde er von der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Kristina Vogt, und einer Wirtschaftsdelegation. Im Mittelpunkt standen Fragen der europäischen Wettbewerbsfähigkeit und der strategischen Zusammenarbeit in Forschung und Technologie.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Raumfahrt verbindet Bremen und die Niederlande seit Jahren in besonderer Weise – das wird am ESA-Standort in Noordwijk besonders deutlich. Mich hat beeindruckt zu sehen, wie konkret Bremer Akteure hier in Projekte eingebunden sind und welchen sichtbaren Beitrag sie leisten. Hier zeigen sich Spitzenforschung und industrielle Kompetenz auf höchstem Niveau – und zugleich, wie eng unsere Zusammenarbeit im Bereich Raumfahrt tatsächlich ist. Genau das macht deutlich, wie wichtig solche Partnerschaften sind: Sie stärken unsere Wirtschaftskraft und leisten einen entscheidenden Beitrag zum technologischen Fortschritt Europas."

Bundesratsreise in die Niederlande: Bürgermeister und Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte zu Gast im European Space Research and Technology Centre (ESA/ESTEC).
Bundesratsreise in die Niederlande: Bürgermeister und Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte zu Gast im European Space Research and Technology Centre (ESA/ESTEC). Foto: Senatspressestelle

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Technologie: "Die Stationen dieser Reise zeigen, wie gut die Raumfahrt in Europa bereits vernetzt ist, und wie wichtig verlässliche Partnerschaften dafür bleiben. Bremen arbeitet seit Jahren eng mit Zuid-Holland, der ESA und europäischen Akteuren zusammen. Diese Kooperationen sind entscheidend, um Forschung, Industrie und Start-ups dauerhaft miteinander zu verbinden. Unser Ziel ist ganz klar: Wir wollen die europäische Raumfahrt stärken und Bremen als zentralen Standort in diesem Netzwerk weiterentwickeln. Der Bremer Senat hat sich im Vorfeld der ESA-Ministerratskonferenz für die Stärkung der ESA ausgesprochen. Von den nun vorliegenden deutschen Zusagen Deutschlands, als größtem ESA-Beitragszahler, wird die Bremer Raumfahrtbranche profitieren."

Dr. Dietmar Pilz, Direktor für Technologie, Entwicklung und Qualität am ESTEC: "Heute hatten wir die Ehre, den deutschen Bundesratspräsidenten Dr. Bovenschulte, Senatorin Vogt sowie Botschafter Meyer Landrut bei ESA ESTEC, dem technischen Herzen der ESA, begrüßen zu dürfen. Auch wenn die Zeit nur einen begrenzten Einblick in unsere Test- und Forschungseinrichtungen erlaubte, konnten wir ein zentrales Alleinstellungsmerkmal der ESA deutlich machen: weltweit führende technologische Infrastrukturen und hochqualifizierte, engagierte Mitarbeitende mit herausragender programmatischer und technischer Kompetenz in allen relevanten Raumfahrtbereichen. Besonders sichtbar wird dies am Technologiezentrum ESTEC, das eine tragende Rolle für Europas technologische Handlungsfähigkeit spielt. Mit diesen Fähigkeiten ist die ESA hervorragend aufgestellt, um das auf der Ministerratskonferenz ausgesprochene politische Vertrauen einzulösen und weitere substantielle Beiträge zur Stärkung der europäischen Souveränität in der Raumfahrt und allen ihren Anwendungen zu leisten."

ESA ESTEC

ESTEC ist das größte technische Zentrum der ESA. Hier arbeiten mehrere tausend Ingenieurinnen und Ingenieure, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Projektteams an der Entwicklung europäischer Raumfahrtmissionen. In riesigen Testanlagen – darunter Vakuumkammern, Vibrations- und Akustikprüfstände – werden Satelliten und Raumfahrzeuge extremen Bedingungen ausgesetzt. So wird sichergestellt, dass sie Start, Weltraumvakuum und Temperaturschwankungen überstehen. Das Zentrum befindet sich in Noordwijk an der niederländischen Nordseeküste. Der Standort wurde 1968 eröffnet und ist seitdem das technische Herzstück der ESA.

ESA und Bremen

Mit dem erfolgreichen Abschluss der ESA-Ministerratskonferenz 2025 im vergangenen November in Bremen (siehe Pressemitteilung vom 27. November 2025) sieht sich Bremen als die "City of Space" in ihrer Rolle als führender deutscher Raumfahrtstandort deutlich gestärkt. Insgesamt wurden Investitionen in Höhe von 22,3 Milliarden Euro beschlossen; Deutschland übernimmt mit 5,1 Milliarden Euro den größten Anteil und setzt damit ein klares Signal für die europäische Souveränität und technologische Wettbewerbsfähigkeit. Besonders in den Bereichen Raumtransport, Erdbeobachtung, Wissenschaft, Sicherheit und Exploration eröffnen die Beschlüsse wichtige Perspektiven für Forschung, Industrie und hochqualifizierte Arbeitsplätze in Bremen und ganz Deutschland.

Über die Europäische Weltraumorganisation

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist Europas Tor zum Weltraum, eine zwischenstaatliche Organisation, die 1975 mit dem Ziel gegründet wurde, die Entwicklung der europäischen Raumfahrtkapazitäten zu gestalten und sicherzustellen, dass Investitionen in die Raumfahrt den Bürgerinnen und Bürgern Europas und der Welt zugutekommen.

Die ESA hat 23 Mitgliedstaaten: Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Lettland, Litauen und die Slowakei sind assoziierte Mitglieder.

Die ESA hat eine formelle Zusammenarbeit mit vier EU-Mitgliedstaaten aufgebaut. Kanada beteiligt sich im Rahmen eines Kooperationsabkommens an einigen ESA-Programmen.

Durch die Koordinierung der finanziellen und intellektuellen Ressourcen ihrer Mitglieder kann die ESA Programme und Aktivitäten durchführen, die weit über den Rahmen eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Sie arbeitet insbesondere mit der EU bei der Umsetzung der Programme Galileo und Copernicus sowie mit Eumetsat bei der Entwicklung meteorologischer Missionen zusammen.

Weitere Informationen über die ESA finden Sie unter www.esa.de

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen die Fotos zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Fotos: Senatspressestelle
Foto-Download (jpg, 547.5 KB)

Ansprechpartner für die Medien:

  • Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361-2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de
  • Christoph Sonnenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Tel.: (0421) 361-82909, E-Mail: christoph.sonnenberg@wht.bremen.de
  • Bernhard L. von Weyhe, Pressesprecher bei European Space Agency ESA/ESOC, Tel.: 0170 9166175, E-Mail: bvw@esa.int