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Der Senator für Kultur

Eine Million Euro zusätzlich für Kultureinrichtungen

Städtische Deputation für Kultur stimmt Nachfinanzierung aus Härtefallmitteln zu

09.09.2026

Die Städtische Deputation für Kultur hat heute (9. September 2026) einer Nachfinanzierung von privaten Zuwendungsempfängern im Kulturbereich zugestimmt. Eine Million Euro stehen im laufenden Haushaltsjahr 2026 zusätzlich zur Verfügung, um Einrichtungen bei besonderen und unabweisbaren finanziellen Belastungen zu unterstützen. Die Mittel werden aus Härtefallmitteln bereitgestellt.

Hintergrund sind die erheblichen Kostensteigerungen, die viele Kultureinrichtungen seit 2023 belasten. Gestiegen sind insbesondere Personal-, Energie-, Miet-, Betriebs- und Sachkosten sowie die Kosten für die Durchführung kultureller Veranstaltungen und Projekte. Vor allem kleinere Einrichtungen können diese zusätzlichen Belastungen teilweise nicht mehr durch Einsparungen oder den Einsatz eigener Mittel auffangen. In einzelnen Fällen sind dadurch Liquidität, wirtschaftliche Stabilität und die Fortführung des laufenden Betriebs gefährdet, heißt es in dem Beschluss.

Bürgermeister und Kultursenator Andreas Bovenschulte: "Die Kultur in Bremen lebt von einer vielfältigen Landschaft aus großen und kleinen Einrichtungen. Gerade dort, wo steigende Kosten die Existenz und die Aufrechterhaltung des Kulturbetriebs gefährden, müssen wir handlungsfähig sein. Wir stehen an der Seite unserer Kultureinrichtungen. Verlässlichkeit und Planbarkeit sind ein wichtiges Gut."

Die Unterstützung erfolgt bedarfsgerecht und in einem abgestuften Verfahren. Vor der konkreten Auszahlung wird das Kulturressort die aktuelle Kostenentwicklung und die wirtschaftliche Situation der jeweiligen Einrichtungen erneut prüfen. Entscheidend ist, ob tatsächlich eine besondere Härte besteht, die nicht aus eigenen Mitteln kompensiert werden kann.

Vorgesehen sind bis zu 352.000 Euro zur Abfederung besonderer Härten bei mehr als 60 privaten Zuwendungsempfängern. Hier werden die Zuwendungen um je 2,5 oder 5,0 Prozent gegenüber 2023 erhöht. 285.000 Euro sind für tarifbedingte Personalmehrkosten des Kulturbüros Bremen Nord sowie 363.000 Euro für weitere besondere Härtefälle einzelner Kultureinrichtungen vorgesehen.

Zu den Einrichtungen mit besonderen zusätzlichen Finanzierungsbedarfen gehören unter anderem das Kriminaltheater, das Schnürschuh Theater, der Güterbahnhof, Mensch Puppe, die Bremer Shakespeare Company, of curious nature, das Tanzfilminstitut, das Kulturzentrum Schlachthof und die Schaulust. Die Bedarfe resultieren unter anderem aus gestiegenen Personal-, Miet-, Betriebs- und Sachkosten. Bei mehreren Einrichtungen bestehen keine oder keine freien Rücklagen mehr.

Mit der Entscheidung reagiert das Kulturressort auf die seit Jahren anhaltenden Kostensteigerungen und soll zugleich die kulturelle Versorgung in den Stadtteilen sichern.

Ansprechpartner für die Medien:
Jens Tittmann, Pressesprecher beim Senator für Kultur, Tel.: (0421) 361 - 90637, E-Mail: jens.tittmann@kultur.bremen.de

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