Sie sind hier:

Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Ein Kompass für Menschen mit komplexen Problemlagen

Neues Projekt der Inneren Mission will Menschen erreichen, die bislang aus dem Hilfesystem fallen

25.03.2026

Wenn zu einer psychischen Erkrankung umfangreiche soziale Probleme und Wohnungslosigkeit hinzukommen, sind bestehende Behandlungs- und Hilfsangebote aufgrund zu hoher Anforderungen für diese Menschen oft nur schwer nutzbar. Genau hier setzt das am 1. Januar 2026 an den Start gegangene Kooperationsprojekt "Kompass – Kompetenzteam für psychische Gesundheit und soziale Stabilisierung" an. Finanziert wird das auf zwei Jahre angelegte Projekt durch Mittel der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz.

Das Kompass-Team hat Anfang des Jahres seine Arbeit aufgenommen (v.l.n.r.): Melina Reinwaldt, Francis-Tobias Luce, Sandra Groß (Teamleitung), Christina Nerlich-Bronowicki (Projektleitung), Olaf Dietze.
Das Kompass-Team hat Anfang des Jahres seine Arbeit aufgenommen (v.l.n.r.): Melina Reinwaldt, Francis-Tobias Luce, Sandra Groß (Teamleitung), Christina Nerlich-Bronowicki (Projektleitung), Olaf Dietze. Foto: Anke Mirsch, Verein für Innere Mission in Bremen

Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz: "Wohnungslosigkeit nimmt immer mehr zu und viele Betroffene leiden zudem an psychischen Krankheiten. Die gängigen Angebote der Wohnungslosenhilfe und der Psychiatrie erreichen diese Menschen oft nicht, sie sind mehrfach belastet, aber bleiben unversorgt. So entsteht ein Teufelskreis, der immer tiefer in die Verelendung führt. Mit dem Modellprojekt 'Kompass' wollen wir ein Angebot erproben, das diese Lücke schließt und den Betroffenen wieder eine Perspektive gibt."

Neu an Kompass ist die fachübergreifende Zusammenarbeit, die erstmals Expertise aus verschiedenen Fachbereichen der Inneren Mission in einem Team vereint. Dazu gehört, neben der Wohnungslosenhilfe, der Bereich für Menschen mit psychischen oder kognitiven Beeinträchtigungen sowie Erfahrungen aus der Psychiatrie. Durch die Kombination dieser drei Perspektiven entsteht ein ganzheitlicher Ansatz, der Menschen mit komplexen Problemlagen auf verschiedenen Ebenen begegnen kann.

Ute Schneider-Smietana, Vorstandssprecherin und diakonische Vorständin sagt zu dem Projekt: "Dass wir ein Projekt wie Kompass umsetzen können, liegt an unserer besonderen Struktur als Komplexträger: Wohnungslosenhilfe und Teilhabe-Angebote sind bei uns eng verzahnt, sodass wir Menschen in sehr belastenden Situationen gemeinsam und abgestimmt begleiten können. Ich freue mich, dass wir diese Expertise nun in einem spezialisierten Team bündeln und damit einen Beitrag leisten, der in Bremen dringend gebraucht wird."

Insgesamt drei Mitarbeitende arbeiten im Kompass-Team. Ein zentraler Teil der Arbeit besteht darin, Kontakte zu unterschiedlichen Institutionen herzustellen und Betroffene beim Zugang zu passenden Hilfsangeboten zu begleiten.

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen das Foto zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Foto: Anke Mirsch, Verein für Innere Mission in Bremen
Foto-Download (jpg, 591.2 KB)

Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de
;Unternehmenskommunikation Verein für Innere Mission in Bremen, Anke Mirsch, Tel.: (0421) 34967 1513, E-Mail: : pr@inneremisson-bremen.de