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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Ehrenamtskarten im Bremer Geschichtenhaus übergeben

Senatorin Stahmann dank Menschen, die ihre Zeit opfern

27.10.2022

Sozialsenatorin Anja Stahmann hat gestern (Mittwoch, 26. Oktober 2022) im Geschichtenhaus im Schnoor stellvertretend für rund 90 Ehrenamtliche im Bundesland Bremen 13 Ehrenamtskarten ausgegeben. Als kleines Dankeschön für den jahrelangen Einsatz im Dienst der Gesellschaft gab es vor der Verleihung eine kleine Führung durch das Geschichtenhaus mit den prominenten Bremerinnen und Bremern Heini Holtenbeen, Gesche Gottfried und Fisch-Lucie, mit Schmuggeltricks eines Böttchermeisters aus dem 17. Jahrhundert und dem Kapitän eines Handelsschiffes.

Im Keller des Geschichtenhauses erhielten 13 ehrenamtlich Tätige die Ehrenamtskarte von Sozialsenatorin Anja Stahmann (Mitte). Foto: Sozialressort
Im Keller des Geschichtenhauses erhielten 13 ehrenamtlich Tätige die Ehrenamtskarte von Sozialsenatorin Anja Stahmann (Mitte). Foto: Sozialressort

"Freiwilliges Engagement ist unbezahlbar", sagte Senatorin Anja Stahmann. "Die vielen ehrenamtlich tätigen Bremerinnen und Bremer machen unsere Stadt lebenswert." Unter den Bremerinnen und Bremern, die gestern ausgezeichnet wurden, waren Menschen mit ganz unterschiedlichen Profilen – vom Bevölkerungsschutz bei der Johanniter Unfallhilfe bis zum Annehmen, Sortieren und Verkaufen von Second-Hand-Waren bei Oxfam gGmbH, von der Selbsthilfe-Werkstatt im Sozialkaufhaus bis zur Telefonseelsorge, von der Instandsetzung von Gebäuden für den Naturschutzbund Deutschland bis zum Ladendienst im Weltladen Bremen.

"Freiwilliges Engagement finden wir in Verbänden, Vereinen und Hilfsorganisationen wie DRK, THW oder den freiwilligen Feuerwehren, in Initiativen und offenen Gruppen, in Begegnungsstätten, Bürgerhäusern – und so viel mehr", sagte Senatorin Stahmann. "Und ausdrücklich erwähnen will ich auch den oft übersehenen privaten Bereich gegenseitiger nachbarschaftlicher Hilfe, in dem sich viel zwischenmenschliches Miteinander außerhalb der institutionellen Ehrenamtsstrukturen zeigt."

Mit der Ehrenamtskarte erkennt der Senat der Freien Hansestadt Bremen den Einsatz besonders aktiver Bremerinnen und Bremer an. Sie wird zweimal im Jahr an Menschen aus Bremen und Bremerhaven verliehen, die über längere Zeiträume freiwillige Arbeiten leisten. Die offiziellen Herbst-Übergabe konnte – nach der pandemiebedingten Pause im Jahr 2021 – nun wieder in Präsenz stattfinden. Unter den 86 bewilligten Anträgen waren 54 Verlängerungen und 32 erstmals ausgestellte Karten. Die Karte berechtigt zu vergünstigtem Eintritt zu mehr als 2.100 privaten und öffentlichen Einrichtungen in Bremen und Niedersachsen.

Inzwischen gibt es mehr rund 3.500 Inhaberinnen und Inhabern der Ehrenamtskarte im Bundesland Bremen. Dabei seien nach einer Untersuchung aus dem Jahr 2014 fast rund 250.000 Menschen in Bremen ehrenamtlich aktiv, unter anderem im Tierheim, bei der Bahnhofsmission Bremen, Bremer Rat für Integration, Bremer Tafel e. V., Bremer Heimstiftung, in Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder dem Technischen Hilfswerk, in Museen, im Umweltbereich, in der Flüchtlingsarbeit und auch in vielen Sportvereinen – und damit sind noch längst nicht alle Einsatzfelder genannt.

Voraussetzung für die Ehrenamtskarte sind mindestens fünf Stunden ehrenamtliches Engagement pro Woche seit drei Jahren, für die allenfalls eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird. Die jeweilige Einrichtung muss das bescheinigen. Das Sozialressort prüft die Angaben auf Plausibilität, zwei Mal jährlich, jeweils im Frühjahr und im Herbst, werden die Karten ausgegeben. Die Anträge gibt es bei den Trägern der Einsatzstellen oder sie können aus dem Internet heruntergeladen werden.

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Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Bernd Schneider, Pressesprecher bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, Tel.: (0421) 361-4152, E-Mail: bernd.schneider@soziales.bremen.de