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Der Senator für Kinder und Bildung

Digitalpakt 2.0 startet: Bremen baut digitalen Vorsprung weiter aus

01.09.2026

Bremen gehört bei der digitalen Transformation von Schule bundesweit zu den führenden Ländern. Mit dem Digitalpakt 2.0 will das Land diesen Vorsprung ausbauen – bei Infrastruktur und Unterricht ebenso wie bei Künstlicher Intelligenz, digitalen Bildungsangeboten und digitaler Souveränität. Auch bei gemeinsamen Projekten der Länder will Bremen weiter eine treibende Rolle übernehmen.

Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, betont: "Bremen startet in den Digitalpakt 2.0 aus einer starken Position. Wir haben früh entschieden, Digitalisierung nicht als Geräteprogramm zu verstehen, sondern als Schulentwicklung. Diesen Vorsprung wollen wir ausbauen. Die nächste Etappe heißt deshalb nicht einfach: mehr Technik. Sie heißt: bessere Nutzung, besserer Unterricht und mehr digitale Souveränität. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen digitale Technik und Künstliche Intelligenz nicht nur bedienen. Sie sollen verstehen, prüfen und verantwortlich nutzen können. Das ist heute Teil des Bildungsauftrags."

Der Digitalpakt 2.0 startet. Nach der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung durch alle Länder und Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien ist der Weg für die Auszahlung der Bundesmittel frei. Die Vereinbarung gilt rückwirkend zum 1. Januar 2026.

Bremen baut dabei auf bereits Erreichtem auf. Das Land verfügt bereits über eine weitgehend einheitliche digitale Infrastruktur für seine Schulen: mit zentral administrierten Endgeräten, einer landesweiten Lernplattform, standardisierten technischen Strukturen, Support und einer breiten Qualifizierung der Lehrkräfte. Seit 2020 wurden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte flächendeckend mit iPads ausgestattet. Die Lernplattform itslearning wird bereits seit 2015 landesweit eingesetzt.

Der erste Digitalpakt Schule hat diesen Bremer Weg kräftig unterstützt. Von 62,6 Millionen Euro Bundesmitteln hat Bremen bereits 59,4 Millionen Euro abgerufen; nach Abschluss der noch laufenden länderübergreifenden Vorhaben werden die Mittel voraussichtlich nahezu vollständig eingesetzt sein. Mehr als 93.000 Schülerinnen und Schüler im Land haben von den Investitionen profitiert.

Für Bremen stehen aus dem Digitalpakt 2.0 rund 20,4 Millionen Euro Bundesmittel für landesbezogene Maßnahmen zur Verfügung. Die Mittel sollen dazu beitragen, den erreichten technischen Standard verlässlich zu sichern und weiterzuentwickeln. Dazu gehören insbesondere Netzwerke und WLAN, digitale Präsentationstechnik, mobile Endgeräte sowie digitale Lernangebote.

Doch Bremen will den Digitalpakt 2.0 nicht auf Infrastruktur reduzieren. Die Bremer Qualitätsoffensive verbindet digitale Entwicklung ausdrücklich mit der Frage, was Lernen besser macht: Wie lassen sich Basiskompetenzen stärken? Wie können Lernstände früher erkannt werden? Wo helfen adaptive Lernprogramme? Wie können Lehrkräfte differenzieren und gezielter fördern? Und welche digitalen Anwendungen sind tatsächlich sicher, zuverlässig und pädagogisch sinnvoll? Der Bremer Grundsatz lautet dabei: verlässlich, gerecht und pädagogisch geführt. Digitale Werkzeuge sollen Unterricht verbessern – nicht bestimmen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Souveränität. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Informationen und KI-Ergebnisse kritisch zu prüfen, Desinformation zu erkennen, mit ihren Daten verantwortlich umzugehen und die Wirkung digitaler Technologien auf Gesellschaft und Demokratie zu verstehen. Dazu gehören zugleich sichere technische Strukturen und verlässliche digitale Lernumgebungen. Bremen hat mit der landesweiten Einführung des datenschutzkonformen KI-Systems AIS-Chat (ehem. Telli) bereits früh einen sicheren Zugang zu generativer KI für Schule und Unterricht geschaffen.

Bremen will bundesweit gestalten

Auch jenseits der Landesgrenzen will Bremen seine Rolle ausbauen. Schon im ersten Digitalpakt hat das Land länderübergreifende Projekte nicht nur genutzt, sondern mitgestaltet. Ein Beispiel ist die Weiterentwicklung von itslearning unter Bremer Federführung gemeinsam mit Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Diese Zusammenarbeit bekommt im Digitalpakt 2.0 noch mehr Gewicht. Bundesweit stehen 112,5 Millionen Euro für länderübergreifende Vorhaben bereit. Sie sollen gemeinsame digitale Lösungen ermöglichen, technische Standards schaffen, Doppelentwicklungen vermeiden und Angebote über Ländergrenzen hinweg nutzbar machen.

Bremen arbeitet bereits an der Ausgestaltung dieser nächsten Generation gemeinsamer Projekte mit. Das Land gehört der Arbeitsgruppe an, die das Vorgehensmodell für die länderübergreifenden Vorhaben des Digitalpakts 2.0 vorbereitet hat. Vorgesehen sind drei Schwerpunkte: eine gemeinsame Diagnostik- und Förderinfrastruktur, die Weiterentwicklung der Bildungsmedieninfrastruktur und digitaler Inhalte sowie standardisierte digitale Services und Infrastrukturen.

Senator Mark Rackles: "Ein kleines Land muss nicht klein denken. Gerade Bremen kann von gemeinsamen Lösungen profitieren – und zugleich viel einbringen. Wir haben im ersten Digitalpakt gezeigt, dass wir länderübergreifende Entwicklungen anstoßen und Verantwortung übernehmen können. Das wollen wir im Digitalpakt 2.0 wieder tun. Unser Anspruch ist klar: Bremen soll nicht nur Anschluss halten. Bremen soll die digitale Schule von morgen mitgestalten."

Ansprechpartnerin für die Medien:
Patricia Brandt, Pressesprecherin beim Senator für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: patricia.brandt@bildung.bremen.de

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