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Sonstige

„Die Reise nach Jerusalem“ Darstellung von Juden, Judentum und Sinti und Roma in deutschen Schulbüchern

05.11.2010

Die "Mittwochsrunde" des Schulmuseum Bremen wird im November als Beitrag zum Gedenken an die Reichspogromnacht gemeinsam mit dem Institut Deutsche Presseforschung, der Gesellschaft für Deutsche Presseforschung zu Bremen e.V. sowie in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde im Lande Bremen, der Landeszentrale für Politische Bildung, dem LIS, dem Verein „Erinnern für die Zukunft e.V.“ und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft veranstaltet.

Die Philosophin Dr. Liliana Ruth Feierstein wird auf der Grundlage ihrer Promotion über die Zerrbilder von Minderheiten in deutschen Schulbüchern nach 1949 sprechen.
Dr. Feierstein möchte die Reflexion über den „Anderen“, über die eigene Nation und die eigene Kultur anstoßen. Sie untersucht den Umgang mit dem „Anderen“ in deutschen Schulbüchern, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der BRD und der DDR erschienen und blickt gezielt auf die Darstellungen der Juden, Sinti und Roma. Die in Heidelberg tätige Wissenschaftlerin analysiert die ihnen zugrunde liegende Systematik bzw. Logik und liest zwischen den Zeilen, um die Gesten herauszuarbeiten, die hinter dem Geschriebenen liegen, und damit auch die Affekte, die sie verursachen können.

Die Arbeit Feiersteins wurde 2008 mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien dotiert und erschien im Mai 2010 im Verlag „edition lumière Bremen“ unter dem Titel „Von Schwelle zu Schwelle: Einblicke in den didaktisch-historischen Umgang mit dem Anderen aus der Perspektive jüdischen Denkens.“
Prof. Michael Nagel wird in einer Einführung verdeutlichen, warum die Herausgabe dieser Arbeit dem Institut ein besonderes Anliegen war.
Zur Begründung der Veröffentlichung am Institut Deutsche Presseforschung/Edition Lumiere schrieb Prof. Böning: „Frau Feiersteins Buch erscheint in einer der Institutsreihen, weil wir es außerordentlich interessant und vor allem sehr förderungswürdig finden. Das Buch ist außerordentlich originell, bietet zum Teil regelrecht schockierende – sehr überraschende – Analysen. Jeder Lehrer müsste es eigentlich kennen.“

Die Veranstaltung ist öffentlich. Sie findet am Mittwoch, dem 17.November 2010, um 19.30 Uhr im Schulmuseum Bremen, auf der Hohwisch 61-63, statt und kostet 3 Euro Eintritt.

Weitere Auskünfte erteilt Gisela Zach, Telefon 0421-696 233-14, Email gisela.zach@schulverwaltung.bremen.de.