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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Bremer Senat beschließt Eckpunkte der Integrierten Drogenhilfestrategie

12.12.2023

Der Senat der Freien Hansestadt Bremen hat in seiner heutigen Sitzung (12.Dezember 2023) die Eckpunkte der Integrierten Drogenhilfestrategie für die Stadt Bremen beschlossen. Dafür stellt der Senat ein Gesamtvolumen von rund 10 Millionen Euro für die Jahre 2024 und 2025 bereit. Die Stadtgemeinde Bremen ist schon seit vielen Jahren von einer hohen Verfügbarkeit von Kokain betroffen. Daneben steigt seit ungefähr 2018 auch der Crack-Konsum stark an.

Die Kokain- und Crack-Szene ist nicht nur im Bereich rund um den Hauptbahnhof, sondern mittlerweile auch in einigen Stadtteilen sehr präsent. Aus diesem Grund hat der Senat am 5. September 2023 die Entwicklung eines Handlungskonzepts zur Bekämpfung von Suchterkrankungen und der Folgen in den Stadtteilen beschlossen. Die daraufhin unter Federführung der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz unter Beteiligung des Senators für Inneres und Sport, der Senatorin für Kinder und Bildung, der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft und der Senatskanzlei entstandenen Eckpunkte einer integrierten Drogenhilfestrategie stützen sich auf die vier Säulen Prävention, Repression/Regulierung, Schadensminimierung/Überlebenshilfen und Beratung/Therapie.

In dem heute beschlossenen Eckpunktepapier wurden die Finanzierungsbedarfe der prioritären Maßnahmen beschlossen, wie beispielsweise Maßnahmen mit Stadtteilbezug und Sozialraumorientierung, eine stärkere Verlagerung des öffentlichen Konsums in Suchthilfeangebote, die konsequente Unterbindung und Sanktionierung des öffentlichen Drogenhandels, die ressortübergreifende Haltung zum Umgang mit der Drogenszene, der Aufbau eines strategischen Netzwerkes, die Suchtprävention und eine fundierte unabhängige, wissenschaftliche Evaluation.

Konkret sollen mit dem verabschiedeten Eckpunktepapier Hilfsmaßnahmen wie Streetwork am Hauptbahnhof, aber auch in den Stadtteilen in Gröpelingen, Vegesack, Mitte und der Neustadt fortgeführt werden. Dazu zählt auch das muttersprachliche Streetwork und die psychosoziale Begleitung Substituierter. Darüber hinaus soll der bisherige Drogenkonsumraum weiterbestehen, ebenso wie der Ruhe- und Regenerationsort (RegO).

Der Umweltbetrieb Bremen (UBB) und Die Bremer Stadtreinigung (DBS) verzeichnen ein erhöhtes Müllaufkommen und Verschmutzungen durch gebrauchte Spritzen in Grünanalgen, am Hauptbahnhof und im gesamten Stadtgebiet. Um den Verunreinigungen entgegenzuwirken, sollen sowohl die Reinigungsintervalle als auch die Sammelintervalle der gebrauchten Spritzen durch die DBS erhöht werden. Der Ordnungsdienst soll ebenfalls personell verstärkt werden und ist darauf ausgerichtet, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass der Hauptbahnhof ein sicherer Ort für Reisende, Pendlerinnen und Pendler sowie sich dort aufhaltende Personen ist. Zudem hat der Ordnungsdienst die Aufgabe gegen den illegalen Drogenkonsum vorzugehen.

Durch die weitere Umsetzung des Aktionsplans Hauptbahnhof soll sichergestellt werden, dass die Erfolge der letzten Zeit in der Steigerung des sauberen Erscheinungsbildes im erweiterten Umfeld des Bahnhofsbereichs bestehen bleiben. Hier sollen insbesondere die etablierten Nassreinigungen weiterhin zum Einsatz kommen.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de