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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Europäische Impfwoche 2023: Senatorin Bernhard weist auf Impfprävention gegen Humane Papillomviren hin

24.04.2023

Vom 23. bis 29. April findet die diesjährige europäische Impfwoche statt, um auf die Notwendigkeit aufmerksam zu machen, verpasste Impfungen frühzeitig nachzuholen. "Das ist sehr wichtig, denn es gibt immer noch Impfungen, die viel zu selten in Anspruch genommen werden. Dazu gehört unter anderem die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV). Mein Rat an alle Eltern: Informieren Sie sich über die Impfung und lassen Sie Ihre Kinder impfen, um sie bestmöglich von gesundheitlichen Folgen zu schützen", sagt Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz.

Basierend auf den Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten erkranken in Deutschland jedes Jahr etwa 6.250 Frauen und rund 1.600 Männer an Karzinomen, die durch HPV-Infektionen bedingt sind. Den größten Anteil machen Tumore im Gebärmutterhals mit jährlich ungefähr 4.600 neuen Erkrankungen aus. "Durch eine HPV-Impfung kann das Risiko für HPV-bedingte Krebsarten deutlich gesenkt werden. Die Impfbereitschaft ist bislang aber eher gering. Gerade jungen Mädchen und Jungen rate ich zu einer Impfung, um sich bestmöglich gegen eine Infektion mit HPV zu schützen. Das Gesundheitsamt Bremen leistet hier seit vielen Jahren eine wertvolle Arbeit und versucht, vorhandene Impflücken zu schließen", so Claudia Bernhard. Laut Ergebnissen aus der RKI-Impfsurveillance waren im Jahr 2021 in Bremen nur 45,8 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 19,8 Prozent der 15-jährigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft. Das Land Bremen beteiligt sich darüber hinaus an einer Interventionsstudie des Robert Koch-Instituts (RKI), die darauf abzielt die HPV-Impfquoten in Deutschland zu steigern.

Humane Papillomviren gehören zu den häufigsten sexuell übertragenen Viren und sind weltweit verbreitet. Die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich mindestens einmal im Leben mit HPV. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Den besten Schutz entfaltet die HPV-Impfung, wenn der Körper noch nicht mit HP-Viren in Kontakt gekommen ist. Meistens handelt es sich dabei um vorübergehende Infektionen, die nach 1-2 Jahren nicht mehr nachweisbar sind. In einigen Fällen verursacht der Erreger Geschlechtskrankheiten und macht sich durch Feigwarzen auf der Haut und im Genitalbereich bemerkbar. Die meisten HPV-Infektionen heilen aber unbemerkt aus, können jedoch auch länger anhalten und über Krebsvorstufen zu Karzinomen im Intimbereich, im Analbereich oder in der Mundhöhle und im Rachen führen.

Ansprechpartner für die Medien:
Lukas Fuhrmann, Pressesprecher der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: lukas.fuhrmann@gesundheit.bremen.de