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Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Kaum Strahlenbelastung durch Mobilfunk

29.09.2003

Messungen bestätigen Entscheidung zur Antennenkonzentration

Um Unsicherheiten bezüglich des Mobilfunkausbaus in der Bremer Neustadt zu klären, wurde die Firma EADS Space Transportation GmbH (vormals Astrium), die in Bremen ein großes Messlabor für Hochfrequenztechnik betreibt, beauftragt die Situation in der Umgebung des Bunkers Hardenbergstraße näher zu untersuchen.

Dazu wurde in Absprache mit der Bürgerinitiative, die sich aus Protest gegen die Sendeanlagenkonzentration auf dem Bunker Hardenbergstraße gebildet hat, ein Messprogramm vereinbart und durchgeführt.

Neben den konkreten Messungen der vorhandenen Belastung durch Mobilfunk und anderer Sender im Außenbereich, wurde in verschiedenen Wohnungen gemessen.. Gleichzeitig wurde in Simulationen überprüft, wie sich ein Einschalten projektierter bzw. z.T. schon gebauter UMTS-Antennen auswirken würde. Darüber hinaus wurde in den Simulationen geprüft, ob auch noch ein weiterer Mobilfunkbetreiber mit Sendeanlagen auf dem Bunker vertretbar ist.

Die Ergebnisse des Messprogramms sind eindeutig: Aufgrund der großen Höhe des Bunkers (die Montagehöhe der Antennen beträgt 34m und mehr) treten derzeit in den am stärksten „belasteten“ Bereichen nur Werte auf, die unter 3% der geltenden Grenzwerte der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung liegen. Bei einer weiteren Inbetriebnahme bzw. dem weiteren Aufbau von Sendeanlagen werden Werte um 5-6 % der in Deutschland geltenden Grenzwerte erreicht. Die von der Bürgerinitiative geforderte Verteilung der Antennen auf in der Nähe gelegene Gebäude würde dagegen zu höheren Belastungen in der Umgebung derartiger Anlagen führen, da hier keine so hohe Montage möglich ist (nur ca. 20 m. ).

Vor diesem Hintergrund sieht sich der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr in der Entscheidung bestätigt, die Antennen auf dem Bunker Hardenbergstr. zu konzentrieren. Auch wenn damit einen höhere Anlagenkonzentration als an anderen Standorten gegeben ist, führt dies aufgrund der spezifischen Situation nicht zu einer höheren Belastung der Bevölkerung. Nach den nun vorliegenden Simulationen können auch die Anfragen des Betreibers O2 nicht mit vernünftigen Gründen abgelehnt werden oder gute Alternativen angeboten werden.