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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

"botanika" feierte Richtfest: Erlebniswelt der Artenvielfalt

20.09.2002

Eröffnung im Juni 2003

Im traditionsreichen Bremer Rhododendronpark wächst Stück für Stück eine neue Erlebnislandschaft heran: Über dem Gebäudeensemble, das als „botanika“ ab Juni nächsten Jahres nicht nur Pflanzenliebhaber begeistern wird, weht seit heute (20. September) der Richtkranz. Knapp elf Monate nach dem ersten Spatenstich sind jetzt die einzelnen Erlebnisbereiche schon deutlich zu erkennen: das Entdeckerzentrum ebenso wie das neue Schaugewächshaus. „In ,botanika‘ wollen wir den Menschen etwas über die Vielfältigkeit der Welt erzählen und zwar so, dass es begeistert“, sagte Bremens Bau- und Umweltsenatorin Christine Wischer aus Anlass des Richtfestes. Die Bedeutung von „botanika“ unterstrich auch Bundesumweltminister Jürgen Trittin: „Das Bremer Projekt überzeugt, weil es das Thema Artenvielfalt mit wissenschaftlichem Anspruch aber unterhaltsam und anschaulich präsentieren wird. Bei einem solchen Projekt ist der Bund gerne dabei“.

An den Projektkosten von rund 17,8 Millionen Euro beteiligt sich das Bundesamt für Naturschutz mit 2,8 Millionen Euro, 15 Millionen Euro fließen aus dem Investitionssonderprogramm des Landes Bremen.

Die „botanika“ übersetze die Aufgaben und Forderungen, die die Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro mit dem „Übereinkommen über die biologische Vielfalt“ formuliert haben, in eine verständliche Sprache“, erklärte Wischer: „Wir wollen wichtige Themen, die in der Diskussion bislang eher abstrakt geblieben sind, mit Leben füllen.“ Die „botanika“ mache die Biodiversitäts-Konvention erlebbar: „Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern auf eine Weise, die Spaß und Erkenntnis miteinander verbindet.“

Die „botanika“ besteht aus vier Bereichen: der „Einstimmung“, in der die Besucher empfangen und auf ihre Reise in die Welt der Pflanzen und Blüten vorbereitet werden, dem 800 Quadratmeter großen Entdeckerzentrum, in dem zahlreiche Themeninseln zum Verweilen, Experimentieren, Spielen und Staunen auffordern, dem Schaugewächshaus (2400 Quadratmeter), das mit seinen Landschaftsdarstellungen ein Stück Himalaja und Borneo lebendig werden lässt, und schließlich dem Japanischen Garten (600 Quadratmeter), in dem die Besucher unter anderem die „Hohe Schule der Abbildung des Kosmos im Kleinen“ kennen lernen und erfahren.

Im Mittelpunkt von „botanika“ stehen die Rhododendron, die den umgebenden Park im Bremer Stadtteil Horn zu einer überregional bedeutenden Attraktion gemacht haben. Der Bremer Rhododendronpark mit seinem integrierten Botanischen Garten präsentiert auf einer Gesamtfläche von 46 Hektar eine in Europa – vielleicht gar weltweit – einzigartige Sammlung: Von den bekannten rund 1000 Rhododendronarten gedeihen hier 650; hinzu kommen jeweils rund 1000 Rhododendron- und Azaleen-Züchtungen.

„Mit ‚botanika‘ ergänzen wir die Anziehungskraft des Parks um eine ganzjährige Attraktion, die ähnlich wie das sehr erfolgreiche Universum Science Center auf Interaktion, das Mitmachen der Besucher setzt und damit ein Angebot schafft, das nach wie vor auf wachsende Nachfrage trifft“, sagte Gunnar Sprengel als neuer hauptamtlicher Geschäftsführer der Rhododendronpark-GmbH. Unterstützt wird Sprengel von Michael Werbeck, Leiter der Naturschutzabteilung beim Senator für Bau um Umwelt und nebenamtlicher Geschäftsführer der Gesellschaft, sowie von Barbara Engelschall, die als Museumspädagogin für die Vermittlung der „botanika“-Inhalte verantwortlich ist. Im Zusammenhang mit „botanika“ werden insgesamt rund 20 feste Arbeitsplatze entstehen.