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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Bremen lässt Warenströme ins Hinterland seiner Häfen vom ISL untersuchen

26.06.2014

Mehr über die Warenströme erfahren, die das Hafenzentrum Bremen/Bremerhaven mit den Wirtschaftsnationen im europäischen Hinterland verbinden – das ist das Ziel einer Untersuchung, die von der Hafengesellschaft bremenports in enger Abstimmung mit dem Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen in Auftrag gegeben wurde. Die Studie wird vom Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) erarbeitet. Die Analyse soll die Ergebnisse umfangreicher Recherchen bei Logistikunternehmen zusammenfassen. "Die Informationen, die dabei gewonnen werden, sind für unseren maritimen Standort besonders wichtig", sagte Bremens Häfensenator Martin Günthner am Donnerstag (26. Juni 2014). "Diese Daten können die Grundlage für spätere Investitionsentscheidungen bilden."

Die Marktbeobachter des ISL werden mehrere Monate für ihre Recherchen benötigen. Befragt werden unter anderem Speditionen, Reedereien, Transportunternehmen und die verladende Wirtschaft. "Ziel ist es, einen möglichst genauen Statusbericht über den Hinterlandverkehr der bremischen Häfen zu erhalten", sagte Horst Rehberg, kaufmännischer Geschäftsführer von bremenports. Die Untersuchung decke die gesamte Bandbreite der Umschlagsgüter ab. "Wir wollen viel genauer als bisher wissen, wo unsere Stärken und Schwächen in den Hinterland-Märkten liegen", ergänzte Senator Günthner. Dies gelte gleichermaßen für Container, Fahrzeuge, klassisches Stückgut und Massengut. Bei der Untersuchung analysiert das ISL auch aktuelle Entwicklungen im Bereich der Verkehrsträger im Hinterlandverkehr der bremischen Häfen. Gleichzeitig wird bewertet, wie sich die Position der Zwillingshäfen in diesem Teil des nordwesteuropäischen Hafenwettbewerbs in Zukunft verändert kann. Containerzahlen zeigen die große Bedeutung, die der Hinterlandverkehr für die Zwillingshäfen hat. Er war im Jahre 2012 mit 2.203.000 Boxen (TEU) am gesamten Containerumschlag des Landes Bremen (6.134.000 TEU) beteiligt.