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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Konfuzius kommt nach Bremen - Neues Institut soll Sprache, Geschichte und Wirtschaft Chinas in Bremen sichtbar machen

23.10.2013

Mit einer feierlichen Eröffnung auf Einladung des Bremer Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen in der Oberen Rathaushalle nimmt heute (23. Oktober 2013) das Konfuzius-Institut Bremen e.V. seine Arbeit in der Hansestadt auf. Konfuzius-Institute sind die offiziellen Institute Chinas zur Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur. Das erste Konfuzius-Institut wurde 2004 in Seoul gegründet. Das Konfuzius-Institut Bremen ist eine gemeinschaftliche Gründung der Hochschule Bremen und ihrer langjährigen Partneruniversität, der Capital Normal University in Beijing, sowie der Universität Bremen, der Jacobs University und des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.

Für den neuen Vorstand des Konfuzius-Instituts hob die Rektorin der Hochschule Bremen, Frau Prof. Dr. Karin Luckey, die gewachsenen Beziehungen Bremens in die Volksrepublik China hervor: „Basierend auf den Handelsbeziehungen Bremens, den Chinastudiengängen der Hochschule Bremen und spätestens mit der erfolgreichen Teilnahme Bremens an der EXPO 2010 sind eine Vielzahl von intensiven Beziehungen gewachsen. Dies betrifft den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch ebenso wie die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Diese wachsende Kooperation wollen wir gemeinsam jetzt auch in Bremen sichtbarer machen und damit weiter verfestigen.“

Mit dem Konfuzius-Institut Bremen wollen die Hochschule und ihre Gründungspartner die Aufmerksamkeit für den aufstrebenden Wirtschafts- und Kulturraum China und Bremen als Chinaschwerpunkt der Nordwestregion Deutschlands bekannter machen. So soll die Standortattraktivität für in- und ausländische Unternehmen mit Chinabezug im Sinne einer "Willkommenskultur" weiter erhöht werden.

Außerdem stehen die Ausbildung von Lehrkräften und die Entwicklung von Lehrmaterialien für die Fachsprache Chinesisch (Wirtschaftschinesisch und technisches Chinesisch) auf der Agenda. Dies ist eine Besonderheit des Konfuzius-Instituts Bremen.
Eine Präsenzbibliothek mit chinesischen Lehrmaterialien, chinesischer Literatur, Wörterbüchern und anderen Nachschlagewerken ist im Aufbau.

Wie auch die anderen Konfuzius-Institute will das Bremer Institut dazu beitragen, Kenntnisse über die chinesische Kultur und Sprache zu vertiefen. Es werden Sprachkurse für Anfänger, Fortgeschrittene, Kinder und Senioren organisiert. Hinzu kommen Veranstaltungen verschiedenster Art zur chinesischen Kultur, zu Alltag, Literatur, Philosophie, Kalligraphie, Medizin und vielem mehr. Ein Schwerpunkt des Bremer Instituts werden Vorträge und Seminare zu Wirtschaft, Gesellschaft und Politik Chinas sein, um insbesondere Unternehmen und ihren Mitarbeitern Hintergründe und Instrumente für ihre Zusammenarbeit mit China zu reichen.

Das Konfuzius-Institut Bremen hat eine Fülle von Aktivitäten geplant, um chinesische Sprache, Kultur, Geschichte und Wirtschaft in Bremen erkennbarer werden zu lassen:

• Chinesisch-Unterricht, Förderung des Chinesisch-Unterrichts an Bremer Schulen
• Kurse in Chinesisch als Fachsprache: Geschäftschinesisch, technisches Chinesisch etc.
• Lehrerausbildung für Fachsprache Chinesisch und Entwicklung und Angebot der HSK-Prüfung in chinesischer Fachsprache
• Seminare, Vortragsreihen, Konferenzen etc. zur chinesischen Wirtschaft & Gesellschaft, Philosophie und Geschichte
• Akademischer Austausch zwischen Bremer akademischen Institutionen und China
• Studentenaustausch, Exkursionen deutscher Studenten nach China
• Kulturelle Veranstaltungen zu China
• Weitere Veranstaltungen, die das Wissen über China in Bremen und seinem Einzugsgebiet vertiefen

Bei den Veranstaltungen strebt das Konfuzius-Institut die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern an.

Bis heute wurden ca. 430 Konfuzius-Institute in 116 Ländern gegründet, davon 14 in der Bundesrepublik Deutschland. Neben Bremen in: Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Duisburg, Erfurt, Freiburg, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Leipzig, München, Nürnberg-Erlangen und Trier. Das erste Konfuzius-Institut in Deutschland wurde 2006 an der Freien Universität Berlin gegründet.

Als Sprach- und Kulturinstitute verfolgen die Konfuzius-Institute ähnliche Aufgaben und Ziele wie zum Beispiel Goethe-Institut, Institut français, Instituto Cervantes und andere. Charakteristisch für die Konfuzius-Institute ist jedoch, dass es sich – anders als im Fall beispielsweise der Goethe-Institute – in der Regel um eine Dreiecks-Kooperation zwischen je einer chinesischen und lokalen Universität sowie dem Nationalen Leitungsgremium für Chinesisch als Fremdsprache („Hanban“) handelt. Vor diesem Hintergrund entwickelt jedes Institut seine ganz eigene Prägung.

In den kommenden beiden Monaten wird das neue Institut die folgenden Veranstaltungen anbieten:

Montag, 4.11.2013, 19 Uhr
Globalization and International Trade
Prof. Hanmin ZHOU, Vize-Direktor der Expo 2010 in Shanghai, Vize-Vorsitzender der Chinese People’s Political Consultative Conference Shanghai Committee
Veranstaltung in Kooperation mit Hochschule Bremen, Universität Bremen, Jacobs University
Ort: Haus der Wissenschaft, Sandstr. 4/5, Olbers-Saal , 1. OG

Dienstag, 26.11.2013, 19 Uhr
Yunnan – Eine Reise in Chinas Südwesten - Vortrag
Prof. Dr. Monika Schädler & Herr Minyan LUO, Hochschule Bremen
Ort: Konfuzius-Institut Bremen, Ansgaritorstraße 1, 1. Stock

Samstag, 30.11.2013, 15 Uhr
Erstaunliches China – Fotografien von Petra Kiel
Ausstellungseröffnung und Gespräch/ Rückblick über 25 Jahre in und mit China
Ort: Konfuzius-Institut Bremen, Ansgaritorstraße 1, 1. Stock

Kontakt
Konfuzius-Institut Bremen e.V.
Ansgaritorstr. 1
28195 Bremen
Telefon: (0421) 2427 6242 / 4
Fax: (0421) 2427 6243

[LINK76222;www.konfuzius-institut-bremen.de]

Öffnungszeiten ab 1.12.2013: Mo - Do: 14.00 - 17.30 Uhr

Direktorinnen
Prof. Dr. Monika Schädler, Prof. Jianping ZHANG

Vizedirektor
Prof. Dr. Dominique Sachsenmaier

Geschäftsführung
Diplom-Wirtschaftssinologin Maja Linnemann

Vorstand:
Prof. Dr. Karin Luckey
Prof. Dr. Huili GONG
Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu
Prof. Dr. Heinz-Otto Peitgen
Christian Gutschmidt
Frau LIU Xiaotian
Frau HAN Mei