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In Bremen sind die Pandas los

WWF feiert 50. Geburtstag / 1.600 Pandas zu Füßen des Rolands

20.08.2013
UmweltSenator Joachim Lohse und WWF-Präsident Prof. Dr. Detlev Drenckhahn bei der Panda-Aktion auf dem Bremer Marktplatz
UmweltSenator Joachim Lohse und WWF-Präsident Prof. Dr. Detlev Drenckhahn bei der Panda-Aktion auf dem Bremer Marktplatz

1.600 Panda-Skulpturen tummeln sich heute (20. 8. 2013) auf dem Marktplatz in Bremen. Die Zahl der tierischen Pappkameraden entspricht der Anzahl der schwarzweißen Bambusbären, die noch in freier Wildbahn leben. Organisiert wird die Aktion vom WWF Deutschland, der dieses Jahr seinen 50. Geburtstag feiert. Die Umweltschützer mit dem Panda im Logo nehmen das Jubiläum zum Anlass, um auf einer Deutschlandtour über ihre Arbeit zu informieren. Eröffnet wurde der Bremer „WWF-Tag“ von Umweltsenator Dr. Joachim Lohse.

Die Naturschützer des WWF haben auch in Bremen ihre Spuren hinterlassen. Das fast 700 Hektar große Naturschutzgebiet Borgfelder Wümmewiesen, eine einzigartige Feuchtwiesenlandschaft im Bremer Nordosten wurde in den 80er Jahren vom WWF initiiert. „Das Projekt ist ein typisches Beispiel für die Arbeit der Organisation, weil es nicht darum geht, die Menschen auszusperren sondern ein Miteinander von Mensch und Natur zu organisieren. Die Wümmewiesen gehören nicht nur zu den Perlen der Bremer Natur sondern sie sind auch ein Meilenstein in der WWF Erfolgsbilanz. Es stärkt die Glaubwürdigkeit der Organisation, dass sie sich eben nicht nur um Elefanten, Pandas und Nashörner kümmert, sondern auch die Natur vor unserer Haustür nicht aus den Augen verliert “, so Senator Joachim Lohse. „Deshalb ist es schön, dass die Pandas zu ihrem Geburtstag auch in Bremen Station machen“.

Der WWF will den runden Geburtstag nutzen, um mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen. „Das Überleben der Tiger in Russland, der Schutz des Wattenmeer oder des zentralafrikanische Regenwaldes konnte mit vereinten Kräften bislang gesichert werden. Doch die Herausforderungen bleiben gigantisch“, skizziert Prof. Dr. Detlev Drenckhahn, Präsident des WWF Deutschland die Aufgaben der Zukunft.“ Mit dem Aktionstag in der Hansestadt möchte der WWF zeigen, wie vielfältig die Naturschutzarbeit der Organisation heute ist. Während früher die Einrichtung von Schutzgebieten im Zentrum stand, spielten heute ebenso Umweltbildung, die Aufklärung von Verbrauchern und die Lobbyarbeit für eine umweltgerechtere Politik eine wichtige Rolle.

Ein Gastgeschenk für die Bremer Schulen hat der WWF auch im Gepäck. Die Umweltschützer übergeben einen „WWF-Artenschutzkoffer“ für Bremer Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen Der Koffer enthält Schlangenleder, Leopardenkrallen, eingelegte Amphibien und Schmuck aus Elfenbein - allesamt Beschlagnahmungen aus dem Gruselkabinett des verbotenen Arten-Handels. „Ob es gelingt den weltweiten Artenschwund zu stoppen, wird nicht zuletzt auch davon abhängig sein, wie sich die Schüler von heute, morgen verhalten und in welchem Maß sie sich für eine nachhaltige Gestaltung unserer Zukunft einsetzen“, so Drenckhahn.

Foto: Pressereferat, Senator für Umwelt