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    Bremen wird Zentrum der Dokumentation, Archivierung und Erschließung des audiovisuellen Werkes des Nobelpreisträgers

Senatskanzlei

Günter-Grass-Stiftung Bremen in Gründung:
Bremen wird Zentrum der Dokumentation, Archivierung und Erschließung des audiovisuellen Werkes des Nobelpreisträgers

13.10.2000

Bremen hat einen ehrgeizigen Plan: Im kleinsten Bundesland soll in bester Innenstadtlage das vielfältige audio-visuelle Werk des Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass eine feste Heimat und gute Adresse erhalten. Mit der Billigung und Unterstützung von Günter Grass haben sich deshalb die Freie Hansestadt, Radio Bremen und der Steidl Verlag zusammengefunden, um eine „Günter-Gras-Stiftung Bremen – audiovisuelles Archiv und rezeptionsgeschichtliche Forschungsstelle“ ins Leben zu rufen. Die Stiftung will die vielfältigen Bild- und Tondokumente, Lesungen, Reden, Interviews und andere Hörfunk- bzw. Fernsehbeiträge von Günter Grass sammeln, systematisieren und für die Öffentlichkeit erschließen. Eines ihrer Ziele ist die Erstellung einer Grass-Werkausgabe des gesprochenen Worts. Darüber hinaus wird sich die Stiftung mit dem Leben des Schriftstellers und Bürgers Günter Grass, seinem literarischen und bildkünstlerischen Werk auseinandersetzen und seine nationale wie internationale Wirkungsgeschichte erforschen. Schließlich will die Grass-Stiftung das kulturelle Leben Bremens durch Ausstellungen, Lesungen und Veranstaltungen um einen lebendigen literarischen Fokus bereichern.

Herzstück des audiovisuellen Archivs ist eine Datenbank, die alle Ton- und Filmdokumente von, mit und über Günter Grass erfasst, erschließt und auf dem höchsten Stand technischer Präsentation zugänglich macht. Diese Datenbank ist bereits im Aufbau, ihre Leistungsfähigkeit hat sich bereits praktisch bewiesen. Auch ansonsten sind die Vorbereitungen der Stiftung so weit gediehen, dass ihre Gründung nunmehr konkret ins Auge gefasst werden kann.