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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Grundwasser-Gütebericht 2013

14.06.2013

Mit dem nun erschienenen "Grundwasser-Gütebericht 2013 für das Land Bremen" werden erstmalig umfassend die Ergebnisse der seit über 25 Jahren durchgeführten Untersuchungen vorgestellt. Neben der Information der Öffentlichkeit bilden die gewonnenen Erkenntnisse eine wichtige Grundlage für Entscheidungen zum Gewässerschutz. "Sauberes Grundwasser eine entscheidende Voraussetzung für die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Trink- und Brauchwasser. Ebenso wichtig ist es für die Qualität der Weser und ihrer Nebenflüsse Geeste, Lesum, Ochtum und Wümme", betont Umweltsenator Joachim Lohse.

Der Vergleich der Grundwasserqualität mit Hintergrundwerten und Grundwassergütekriterien erlaubt es festzustellen, ob und gegebenenfalls welche diffusen Einträge aus der Landwirtschaft, Undichtigkeiten im Abwassernetz, Bautätigkeiten, Einsatz von Ersatzbaustoffen oder Klimaänderungen die Grundwasserqualität verändert haben.
Zusätzlich bilden die Daten eine wichtige Grundlage für Programme zum vorsorgenden Schutz des Grundwassers. Hierzu gehören das Förderprogramm zur Erfassung des Zustandes privater Abwasserkanäle und die Fördermaßnahmen im Bereich Landwirtschaft, die grundwasserschonende Produktionsweisen unterstützen. Für die Bauwirtschaft, die in Bremen häufig vor der Frage des richtigen Umgangs mit salzhaltigem Grundwasser steht, wird hierzu eine Lösung durch Infiltration angeboten.

Die Ergebnisse der Untersuchungen im Grundmessnetz zeigen, dass sich die Beschaffenheit des Grundwassers des Landes Bremen seit 1986 insgesamt nur wenig verändert hat. Die festgestellten Überschreitungen von Gütekriterien an verschiedenen Messstellen sind häufig punktuell und temporär. Die Untersuchungen werden auf der Grundlage dieses Berichtes in dem erforderlichen Umfang fortgeführt.
Eine ständige Beobachtung des Grundwassers muss auf jeden Fall bei Arzneimitteln und Industriechemikalien erfolgen, die über undichte Abwasserkanäle eingetragen werden können. Die Befunde sind räumlich sehr unterschiedlich. Während sich Arzneimittelbefunde auf rund 10 Prozent der Messstellen beschränken, zeigen einige Industriechemikalien, im wesentlichen Duftstoffe und Weichmacher, eine flächendeckende Verbreitung im Grundwasser. Verunreinigungen durch Altlasten sind von dem Bericht nicht erfasst – sie werden gesondert untersucht und dargestellt.

Auf den Internetseiten des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr unter Umwelt/Wasser steht der Bericht als Download bereit: www.umwelt.bremen.de