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Der Senator für Kultur

Pressemitteilung mit Foto Bremer Bewerbungsteam Kulturhauptstadt auf Spurensuche in Riga

01.12.2003

Projekt Kulturhauptstadt Bremen 2010 trifft Vereinbarungen zur Zusammenarbeit mit Bremens Partnerstadt in Lettland

Interaktives Kunstprojekt, Zentrum für Neue Medien oder Gespräche mit der Stadtregierung – das Programm der Bremer Delegation in Riga war vielseitig und dicht gedrängt. Unter der Leitung von Elisabeth Motschmann, Staatsrätin für Kultur, besuchten Martin Heller, künstlerischer Leiter der Bremer Kulturhauptstadtbewerbung und Projektkoordinator Ulrich Fuchs vom 23. - 26. November 03 Bremens Partnerstadt in Lettland. Ihr Ziel: Eindrücke sammeln, neue Netzwerke knüpfen und Potenziale ausloten für Bremens Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2010.



Martin Heller und Elisabeth Motschmann am Ufer der Daugava, im Hintergrund die Silhouette des Doms in Riga

Ein erfreuliches Ergebnis der Reise und Meilenstein auf Bremens Weg zur Kulturhauptstadt Bremen 2010 ist der geplante „Letter of Intent“ der Partnerstädte Danzig, Riga und Bremen. Anlässlich des traditionellen Neujahrsempfangs im Bremer Rathaus am 14. Januar 2004 hat Bürgermeister Dr. Henning Scherf seine Amtskollegen Pawel Adamowicz, Stadtpräsident von Danzig sowie Gundars Bojars, Präsident des Rates der Stadt Riga nach Bremen eingeladen, um die Zusammenarbeit der Partnerstädte für die Bremer Bewerbung offiziell zu besiegeln.


„Doch auch darüber hinaus sind unsere Erwartungen an das Besuchsprogramm in Riga mehr als erfüllt worden“, so Martin Heller, „wir waren wirklich beeindruckt von der Qualität und den Ambitionen, mit denen gerade junge Künstler in Riga arbeiten“. An dieser Stelle knüpft das Team an die langjährige Arbeit und das dichte Netzwerk des Kulturressorts an. „Im Kulturbereich sind aus Partnern inzwischen echte Freunde geworden“, stellt Staatsrätin Motschmann fest. So entstanden während des Besuches viele neue Ideen zur Vertiefung der bisherigen Zusammenarbeit:


Das alljährliche Programm des Kulturaustausches zwischen Riga und Bremen steht im nächsten Jahr ganz im Zeichen der Kulturhauptstadtbewerbung, denn die Städtepartnerschaften Bremens mit Riga und Danzig bilden einen der Schwerpunkte des Bremer Bewerbungskonzeptes. Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang: „transnationales Lernen“. So wird es 2004 einen Workshop in der ständigen Vertretung des Landes Bremen in Brüssel geben. Etwa 15-20 Kulturakteure aus Riga, Bremen und Danzig erlernen unter anderem den richtigen Umgang mit EU-Förderprogrammen für Kultur. „Es geht uns vor allem um den Aufbau von europäischer Handlungskompetenz und Expertenwissen im Zusammenhang mit dem Themenfeld Kultur“, erklärt Ulrich Fuchs


Diesen Ansatz verfolgt ebenfalls das lettische Kunst- und Kulturprojekt „NOASS“, zu dessen Zielen neben der Unterstützung und Verbreitung moderner Kunst auch die Ausbildung professioneller Ausstellungsmacher und Kulturmanager gehört. „Noass“ ist der Name eines Schiffes, das Kulturschaffenden in Riga Raum für Ausstellungen und Konferenzen bietet. Mit ihrem Ziel Netzwerke zu bilden, Projekte zusammen zu führen und Raum zu bieten für künstlerische Experimente ist diese Initiative auch ein Beispiel für den Titel „Brutstätten und Besessene“ im Sinne der Konzeptskizze „Baustelle Bewerbung“.