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Der Senator für Justiz und Verfassung

Neue Kräfte für den Bremer Strafvollzug

30.08.2012

Justizstaatsrat Matthias Stauch hat heute (30.08.2012) im Rathaus neun Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung für den allgemeinen Vollzugsdienst ihre Ernennungsurkunden überreicht. "Ihr Beruf des Justizvollzugsbediensteten erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Der Strafvollzug ist darauf ausgerichtet, Inhaftierte auf ein Leben in Freiheit ohne erneute Straftaten vorzubereiten. Ob das gelingt, hängt entscheidend auch von Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen ab. Dabei gilt es, gegenüber den Gefangenen einerseits konsequent zu sein, aber auch mit dem notwendigen Einfühlungsvermögen zu handeln. In der Ausbildung wurden daher Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, die eine nachhaltige Mitwirkung bei der Behandlung der Gefangenen, bei deren Versorgung und Betreuung im Vollzugsalltag sowie bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit in den Justizvollzugsanstalten (JVA) ermöglichen. Ihre Arbeit findet hinter Mauern mit teilweise erheblich problembelasteten Menschen statt. Sie erhält in der Öffentlichkeit nicht immer die ausreichende Anerkennung,“ so der Staatsrat im Rahmen der feierlichen Übergabe im Kaminsaal des Bremer Rathauses.

Justizstaatsrat Matthias Stauch (r.) und JVA-Leiter Dr. Carsten Bauer mit den neuen Justizvollzugsbediensteten im Festsaal des Bremer Rathauses, jpg, 165.6 KB
Justizstaatsrat Matthias Stauch (r.) und JVA-Leiter Dr. Carsten Bauer mit den neuen Justizvollzugsbediensteten im Festsaal des Bremer Rathauses

Der Ausbildungslehrgang 2010 hat sich nach den Worten von JVA-Leiter Dr. Carsten Bauer durch zum Teil sehr gute Leistungen sowie viel Engagement und Einsatzbereitschaft während der anspruchsvollen Ausbildungszeit ausgezeichnet. Umso mehr sind Justizstaatsrat Matthias Stauch und JVA-Leiter Carsten Bauer erfreut, dass die Absolventinnen und Absolventen nach Abschluss ihrer Ausbildung in ein Beamtenverhältnis übernommen werden können.

Hintergrund:
Die Ausbildung für den allgemeinen Vollzugsdienst dauert zwei Jahre. In der Regel verfügen die Anwärter über anderweitige berufliche Erfahrungen. Die Absolventinnen und Absolventen dieses Jahrganges, die zwischen 22 und 36 Jahre alt sind, waren zuvor u.a. als Hörgeräteakustiker, Informatikkaufmann, ReNo-Gehilfin, Maler- und Lackierermeister, Anlagenmechaniker, Sanitär und Verwaltungsangestellter tätig. Der Senator für Justiz und Verfassung strebt an, im Jahre 2013 neue Anwärter in der Justizvollzugsanstalt Bremen auszubilden.