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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Anmeldebilanz für das Kita-Jahr 2012/2013

Anja Stahmann: "Die anerkannten Betreuungsbedarfe bei Kindern zwischen drei und sechs Jahren können wir im Rahmen der achtstündigen Betreuung jetzt vollständig abdecken"

24.05.2012

Für die 14.358 Kindergartenkinder in der Stadtgemeinde Bremen kann im neuen Kindergartenjahr 2012/2013 genau die Betreuung sichergestellt werden, die Eltern tatsächlich benötigen. Einen entsprechenden Sachstandsbericht zur Versorgung der Drei- bis Sechsjährigen legt die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen am 31. Mai in der Deputation vor. Die entsprechenden Unterlagen sind seit heute (24. Mai 2012) im Internet frei abrufbar. „Ich freue mich, dass wir den Erfordernissen der Eltern so weit entgegenkommen können“, sagte Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen. „Erstmals kann Bremen die geprüften Bedarfe der Eltern von Kindern zwischen drei und sechs Jahren vollständig abdecken.“

Seit Jahren bereits erfüllt die Stadt Bremen den Rechtsanspruch auf Betreuung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren. Nie zuvor ist es aber gelungen, Eltern im Rahmen der achtstündigen Betreuung auch die Stundenumfänge zur Verfügung zu stellen, die ihrem anerkannten Bedarf entsprechen: „Alle Eltern, deren Bedarf nach ganztägiger Betreuung ihrer Kinder anerkannt ist, bekommen damit einen Ganztagsplatz bis zu acht Stunden“, sagte Anja Stahmann. Die Senatorin machte deutlich, dass es in Einzelfällen auch darüber hinaus noch das Interesse der Eltern an weiterer Betreuung geben könne. Diese Wünsche seien derzeit nicht zu erfüllen. „Zu verdanken ist diese gute Gesamtbilanz der vorausschauenden Planung meiner Behörde und den umsichtigen Beschlüssen des Haushaltsgesetzgebers. Die Koalition stellt damit unter Beweis, dass die Familien im Zentrum ihrer Politik stehen.“

Bereits vor den Haushaltsbeschlüssen des Parlaments Anfang Mai konnten die Betreuungsbedarfe von rund 93 Prozent der Eltern im vollen Stunden-Umfang gedeckt werden. „Mit den Haushaltsbeschlüssen für 2012 und 2013 ist jetzt sichergestellt, dass auch die übrigen zu ihrem Recht kommen.“ Aus haushaltsrechtlichen Gründen konnte den Eltern eine Zusage aber erst gegeben werden, nachdem die Bürgerschaft den Haushalt verabschiedet hatte. Allein für die Stunden-Aufstockung hat das Parlament 940.000 Euro pro Kalenderjahr zur Verfügung gestellt. Für die Kinderbetreuung wendet die Stadtgemeinde derzeit im Jahr 2012 etwa 133 Millionen und 2013 rund 140 Millionen Euro auf.

Von den 14.358 angemeldeten Kindern im neuen Kindergartenjahr werden 11.405 sechs, sieben oder acht Stunden betreut, für 2.949 der Drei- bis Sechsjährigen wünschen die Eltern lediglich vier oder fünf Stunden.
Die bisherige Auswertung der Anmeldezahlen lässt auch eine erste vorsichtige Prognose für den Betreuungsbedarf der jüngeren Kinder unter drei Jahren zu, für die ab August 2013 ebenfalls ein Rechtsanspruch gelten soll. Nach bisherigen Erkenntnissen könnten zusätzlich zu den vorhandenen 4.800 Plätzen rund 800 weitere Plätze benötigt werden. So viele angemeldete Kinder unter drei Jahren haben zum Bedauern der Senatorin für das Kindergartenjahr 2012/2013 noch keinen Platz bekommen. Die Zahl ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet, weil noch nicht alle Träger ihre Daten an die Sozialverwaltung gemeldet haben. Anja Stahmann: „Ich gehe aber davon aus, dass diese 800 Plätze uns die Größenordnung aufzeigen, in der wir denken und für die wir planen müssen.“ Eine genauere Bedarfsprognose verspricht sich die Senatorin von einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa, die vor den Sommerferien vorliegen soll.