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Sonstige

100 Jahre in Bremen: Der Arbeiter-Samariter-Bund

27.04.2012

Arbeiter-Samariter-Bund Bremen blickt in diesem Jahr auf eine 100-jährige Geschichte zurück. Die erste Bremer Arbeiter-Samariter-Kolonne wurde am 1. Juni 1912 gegründet.
„Wir sind stolz darauf, dass der Arbeiter-Samariter-Bund heute zu den größten Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbänden im Land Bremen gehört“, erklärt Ronald Geis, der Landesvorsitzende des Vereins. Getreu dem Motto „Wir helfen hier und jetzt!“ orientiert sich der Arbeiter-Samariter-Bund auch in Bremen an dem aktuellen Hilfebedarf und an den Bedürfnissen der Bürger im Land. Dabei verfolgt der ASB von Anfang an selbstlos, ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke.

Sein 100-jähriges Jubiläum wird der ASB Bremen in diesem Jahr gebührend feiern. Ein Höhepunkt ist der offizielle Senatsempfang am 1. Juni 2012 im Bremer Rathaus, zu dem Bürgermeister Jens Böhrnsen die Vertreterinnen und Vertreter des Arbeiter-Samariter-Bundes und dessen Gäste ins Bremer Rathaus eingeladen hat. Direkt im Anschluss daran findet am 2. Juni 2012 in der Unteren Rathaushalle der ASB-Tag 2012 statt, der sich an die Bremer Öffentlichkeit, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Mitglieder des ASB richtet.

Ein kurzer Rückblick auf die Vergangenheit zeigt das große Engagement der ASB-Gründerväter: 1888 legten sechs Berliner Zimmerleute den Grundstein für den heutigen Arbeiter-Samariter-Bund. In einer Zeit in der es weder Arbeitsschutzvorschriften noch Rettungsdienste gab und sich viele Arbeiter schwer verletzten, setzten sie gegen viele Widerstände den ersten "Lehrkursus über die Erste-Hilfe bei Unglücksfällen" durch. 1909 schlossen sich die ersten Arbeiter-Samariter-Kolonnen aus ganz Deutschland zum Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) zusammen. Die ersten Jahre des Aufbaus waren jedoch schwierig, denn viele ASB-Mitglieder wurden während des ersten Weltkrieges zum Kriegseinsatz eingezogen. Während der Wirtschaftskrise Ende der 20er-Jahre versorgten die Arbeiter-Samariter hungernde und frierende Familien mit Lebensmitteln und Kleidung. Außerdem kümmerte sich der ASB um Sanitätseinrichtungen in den Betrieben und baute systematisch den motorisierten Rettungsdienst aus.

1933 wurde das Eigentum der Bremer Kolonne von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und der gesamte Verband bundesweit aufgelöst. Erst 1952 kam es zu einer Neuversammlung ehemaliger Mitglieder und 1953 schließlich zur Neugründung der Kolonne Bremen. Der ASB beteiligte sich nach dem Zweiten Weltkrieg am Wiederaufbau Deutschlands. Seit der Neugründung im Jahre 1953 hat sich der Arbeiter-Samariter-Bund vielfältige Aufgabenbereiche erschlossen und ausgebaut.

Aktuell hat der ASB Bremen fast 20.000 Mitglieder sowie 1.000 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter. Der ASB engagiert sich in Bremen mit einer Vielzahl sozialer Dienstleistungen. Zum Beispiel in der Altenhilfe und -pflege, dem Sanitäts- und Rettungsdienst, der Migrationsarbeit und Flüchtlingsbetreuung, der Ersten Hilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, dem Katastrophenschutz, der Hilfe für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung, der Auslandshilfe sowie der Notfallvorsorgeausbildung und ist Ausbildungsstandort für den Bundesfreiwilligendienst. Das alles wäre ohne das große Engagement der freiwilligen Helfer, der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, der fördernden Mitglieder und Unterstützer nicht möglich. Der ASB möchte auch in der Zukunft für alle Menschen ein Ansprechpartner sein – unabhängig von der politischen, ethnischen, nationalen oder religiösen Zugehörigkeit.

Weitere Informationen zum Jubiläum des ASB Bremen beantwortet Angelika Fischer, Telefon: 0421-38690 623, Mail: afi@asb-bremen.de.