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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Erste Zwischenbilanz zum Projekt „Temporäre Spielstraßen“ in Schwachhausen

18.11.2011

Das Amt für Soziale Dienste, der Beirat Schwachhausen und Spiellandschaft Stadt freuen sich, dass Eltern und Kindern das Projekt Temporäre Spielstraßen in der dreimonatigen Versuchsphase so positiv aufgenommen haben und bedanken sich für die Unterstützung sowie das große Engagement zahlreicher Anwohner.

Zurzeit wird eine Anwohnerbefragung durchgeführt. Sie soll als Grundlage für die Entscheidung dienen, ob und für welche Dauer Spielstraßen in Schwachhausen künftig ausgewiesen werden. Sie können ganzjährig eingerichtet werden oder eingeschränkt, etwa auf die Zeit von April bis Oktober. Die Ergebnisse der Befragungen werden der Öffentlichkeit in einer Beiratssitzung am 26. Januar 2012 vorgestellt. Dann wird der Beirat darüber abstimmen, ob und wie das Projekt fortgeführt werden kann. Dieser Weg ist gewählt worden, damit alle Anwohner die Möglichkeit haben, ihre Wünsche zu äußern und den weiteren Verlauf des Projektes zu beeinflussen. Aber schon auf seiner Sitzung am 1. Dezember 2011 will sich der Beirat Schwachhausen erneut mit dem Thema befassen.

Damit es einen schönen Ausklang für das Modellprojekt gibt, hatten das Amt für Soziale Dienste und Spiellandschaft Stadt e.V. Kinder und Eltern für Donnerstagnachmittag (17.11.2011) auf den Benqueplatz (an der Wachmannstraße) eingeladen.
Der Verein Wachmannstraße hatte dazu freundlicherweise am Nachmittag ein Zelt zur Verfügung gestellt, das dort später für eine Abendveranstaltung gebraucht wurde. Es gab eine kleine Diashow mit Szenen aus den Spielstraßen, Spiellandschaft Stadt hat Spiele mitgebracht, und für die Kinder gab es ein Spiel mit kleinen Gewinnen.

Von August bis Oktober 2011 hat in drei Straßen im Stadtteil Schwachhausen der Modellversuch Temporäre Spielstraßen stattgefunden. Jeweils einen Nachmittag in der Woche hatten Kinder in der Zeit von 15 bis 18 Uhr Vorfahrt. In dieser Zeit waren die Straßen für den Autoverkehr gesperrt. Das Spielmobil bemil von SpielLandschaftStadt e.V. brachte die sogenannte Bewegungsbaustelle mit, und die Kinder eroberten sich sofort die Kisten und Bretter, um damit einen Balancierpfad, eine Höhle, Karussells oder was auch immer zu bauen.

Das Projekt „Temporäre Spielstraßen“ basierte auf den Ergebnissen der Beteilung im Rahmen der 2010 durchgeführten Spielleitplanung Schwachhausen. Kinder mehrerer Schulklassen waren befragt worden, wo und wie sie in ihrem Stadtteil spielen möchten und welche Verbesserungen sie sich wünschten.

Die beteiligten Kinder haben unter anderem für Spielstraßen votiert. Sie wollten in den Straßen spielen können, ohne Gefahr zu laufen, von Autos überrollt zu werden. Sie wünschten sich, auf der Straße andere Kinder zu treffen, ohne sich erst verabreden zu müssen.
Das Projekt ist bei Eltern und Kindern gut angenommen worden. Pro Spiel-Tag haben sich 15 bis 40 Kinder und fünf bis 30 Erwachsene auf den Spielstraßen aufgehalten. Anwohner berichteten von Verbesserungen der Nachbarschaft. Es gab auch Treffen zwischen den Terminen. Menschen sind miteinander in Kontakt gekommen, die sich vorher bestenfalls vom Sehen kannten, neu Hinzugezogene fühlten sich auf Anhieb in der Nachbarschaft wohl.