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Senatskanzlei

Constructor University: Von der Idee bis zum Start-up

Bürgermeister Bovenschulte besucht Gründerzentrum der Constructor University in Bremen-Nord

10.02.2023

Eine Universität als Brutstätte für Start-ups – wie das gehen kann, zeigt die Constructor University in Bremen-Nord: Mit dem Förderprogramm "J-Cub" unterstützt die Universität studentische Gründerinnen und Gründer bei ihrer Ideenentwicklung bis hin zur Marktreife. Am gestrigen Donnerstag (9. Februar 2023) hat sich Bürgermeister Andreas Bovenschulte einen Einblick in das Förderprogramm und in die vielfältigen Arbeiten einiger Start-ups verschafft.

Bürgermeister Bovenschulte mit dem Bremer Schlüssel aus dem 3D-Drucker des Hardware-Start-ups Anisoprint. Hier zusammen mit dem Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung, Alexander Kochetkov. Foto: SConstructor University
Bürgermeister Bovenschulte mit dem Bremer Schlüssel aus dem 3D-Drucker des Hardware-Start-ups "Anisoprint". Hier zusammen mit dem Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung, Alexander Kochetkov. Foto: Constructor University

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Das Start-up-Förderprogramm der Constructor University ist ein starkes Zeichen für Bremen: Hier wird nicht nur internationale Spitzenforschung betrieben, sondern auch maßgeblich die Gründungskultur gefördert. Das wertet den Ruf der Universität und den Forschungsstandort Bremen international weiter auf. Ich bin schwer beeindruckt von den vielfältigen und hochmodernen Start-ups.“

Prof. Thomas Auf der Heyde, Managing Director & Provost: "Wir freuen uns über den Besuch von Bürgermeister Bovenschulte auf dem Campus und begrüßen sein Engagement und seine Neugier auf junge Unternehmerinnen und Unternehmer an unserer Universität. Dies ist ein Zeichen für die Einbindung der Constructor University in die Stadt Bremen. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame unternehmerische Aktivitäten in der Zukunft."

Bürgermeister Andreas Bovenschulte besuchte an der Constructor University unter anderem das Hardware-Start-up Anisoprint. Das junge Unternehmen stellt 3D-Drucker her, mit denen endlosfaserverstärkte Kunststoffbauteile hergestellt werden. Diese können Metallteile in der Luft- und Raumfahrt, im Maschinenbau und in vielen anderen Bereichen ersetzen. So lassen sich gleichzeitig Kosten senken und die Produktivität steigern.

Das Projekt ExoHeal des Start-ups V-Bionic soll dabei helfen Handlähmungen zu behandeln. (v.l.n.r.) Saleem Zafar, Ali Alam, Zain A. Samdani, Rami Udash und Bürgermeister Bovenschulte. Foto: Constructor University
Das Projekt ExoHeal des Start-ups "V-Bionic" soll dabei helfen Handlähmungen zu behandeln. (v.l.n.r.) Saleem Zafar, Ali Alam, Zain A. Samdani, Rami Udash und Bürgermeister Bovenschulte. Foto: Constructor University

Einen preisgekrönten Roboterhandschuh haben Zain Samdani und Ramin Udash entwickelt. Die beiden Studenten wollen damit Handlähmungen kostengünstig behandeln. Hierzu soll es auch eine App geben, die das von Samdani gegründete Start-up "V-Bionic" entwickelt hat. Die App überwacht das vom Arzt oder der Ärztin festgelegte Bewegungstraining für die Hand, schlägt Übungen vor und dient als Kommunikationsmittel zwischen Ärztin bzw. Arzt und Patientin bzw. Patient.

Wie können Wälder gerettet werden? Eine Antwort darauf will das Start-up AIROOT von Bogdan Belenis mit einer Drohne geben. Die Technik erscheint einfach: Eine kleine Drohne erkundet zunächst das Terrain und gibt die Informationen an größere "Pflanz-Drohnen" weiter. Diese tragen bis zu 600 kleine Setztöpfe mit Samen, die per Druckluft zwei bis drei Zentimeter tief in den Boden gepresst werden. Um die Samen vor Tieren zu schützen, enthalten die Setztöpfe Pfeffer, der die Tiere abschrecken, aber nicht verletzen soll.

Den Bau von Prototypen effizienter, kostengünstiger, schneller und flexibler machen – das soll zukünftig der weltgrößte industrielle Delta-3D-Drucker ermöglichen. Entwickelt wurde der vier Meter hohe Apparat von der Forschungsgruppe um Professor Yilmaz Uygun. Das Projekt weist ein vielversprechendes Potenzial für die industrielle Anwendung und weitere Forschungs- und Kooperationsmöglichkeiten für die Universität auf.

Das Start-up-Förderprogramm "J-Cub" richtet sich an Bachelor-Studentinnen und -Studenten. Statt eines obligatorischen Praktikums können die Studierenden die Start-up-Option nutzen und einen Business-Plan entwickeln. Auch Master-Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Post-Docs nehmen regelmäßig an Pitch-Trainings oder an Workshops teil.

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Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen die Fotos zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Fotos: Constructor University
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Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361- 2396, christian.dohle@sk.bremen.de