Sie sind hier:

Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Mehmet und Marie sollen in den Kindergarten

Mobile Kita-Kampagne in Bremen gestartet

13.12.2010

Die Bremer Landesregierung und der Bremer Rat für Integration (BRI) sind sich einig: Je früher Kinder in die Kita gehen, desto besser sind ihre Chancen auf einen erfolgreichen Schulbesuch und im späteren Berufsleben. Um die letzten Zweifler zu motivieren, ihre Kinder früh in den Kindergarten zu schicken, hat der Rat für Integration heute zusammen mit Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen und Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter eine Werbekampagne gestartet. Sie soll Mütter und Väter davon überzeugen, dass der Kindergarten gut fürs Kind und gut für die Eltern ist. Zwei Monate wird jetzt eine speziell gestylte Straßenbahn durch die Bremer Stadtteile fahren und für den Kita-Besuch werben. Auf ihr verkünden Kinder in mehreren Sprachen: „Ich freue mich auf den Kindergarten.“

Die Bremer Straßenbahn AG fährt für die gute Sache und wirbt für den Besuch der Kindergärten, jpg, 18.6 KB
Die Bremer Straßenbahn AG fährt für die gute Sache und wirbt für den Besuch der Kindergärten

Weitere Bestandteile der Kampagne sind mehrsprachige Flyer und viele Gespräche, die zum Beispiel in den Moscheen der Hansestadt geführt werden sollen. „Gelungene Sprachförderung ist Voraussetzung für den späteren Schulerfolg. Deshalb haben wir mit Unterstützung der Sozialsenatorin eine Initiative für den Kindergartenbesuch ab drei Jahren gestartet“, sagt die BRI-Vorsitzende Libuse Cerna.

, JPG, 36.2 KB

Der bundesweite Integrationsbericht hatte dieses Jahr festgestellt, dass im kleinsten Bundesland viel mehr Kinder mit so genanntem „Migrationshintergrund“ in die Kita gehen müssten. Der Rat für Integration und der Bremer Senat haben den Hinweis aufgegriffen und handeln. „Wir wollen Kinder und Familien stark machen“, sagt Bürgermeister Jens Böhrnsen und freut sich über das Engagement des Integrationsrats, in den eigenen „Communitys“ für den Abbau von Vorbehalten gegenüber den Kindergärten aktiv zu werden. „Der kleine Mehmet und die kleine Marie werden sich in unseren Kitas wohl fühlen“, wirbt der Bürgermeister und setzt auf den Ausbau der frühkindlichen Bildung. Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter: „Bildung ist der Schlüssel zu allem. Das beginnt in den Familien und geht in Kitas und Schulen weiter.“

Die Betreuungsquote der drei- bis sechsjährigen Kinder mit Migrationshintergrund liegt – bei allen rechnerischen Unschärfen – im Land Bremen bei ca. 75 Prozent die Betreuungsquote der Kinder ohne Migrationshintergrund bei ca. 95 Prozent. Die Sozialsenatorin: „Gleichzeitig wissen wir, dass es gerade die bildungsfernen und ärmeren Eltern sind, die ihre Kinder nicht in die Kitas schicken. Wenn wir wollen, dass Kinder in der Schule gute Startchancen haben, dann müssen wir diese Familien ansprechen und für den Kita-Besuch gewinnen.“ Die jetzt gestartete Kampagne greift das auf und weist auf die kommende Kita-Anmeldezeit im Januar 2011 hin.

Mit diesem mehrsprachigen Flyer (pdf, 428.1 KB) wird bei den Eltern geworben

Ansprechpartner:
Pressestelle der Sozialsenatorin: Peter Lohmann 0421/361-6682
Bremer Rat für Integration: Silke Düker 0421/168 29 13, Mobil:0179 661 96 02

Foto: Pressereferat, Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales